G.N. Saibaba auf Kaution draußen

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Kämpft gegen die Luftangriffe auf Bastar!

Wir dokumentieren an dieser Stelle einen Text des Dandakaranya Special Zonal Committee, welches mit folgenden Einleitenden Worten auf DemVolkeDienen veröffentlicht wurde:

Das Spezialzonenkomitee Dandakaranya veröffentlichte am 2. April einen Aufruf, gegen die Luftangriffe auf Bastar zu kämpfen. Darin wird auch zu einem Bandh in den beiden Bundesstaaten Chhattisgarh und Maharashtra aufgerufen.

Wir veröffentlichen diese überarbeitete Übersetzung des Aufrufes, die uns zugeschickt wurde.

 
KOMMUNISTISCHE PARTEI INDIENS (MAOISTEN)
Spezialzonenkomitee Dandakaranya
Pressemitteilung

2. April 2016

Kämpft gegen die Luftangriffe auf Bastar!
Macht den Bandh [bewaffneten Streik] in Dandakaranya am 15. April 2016 erfolgreich!

Seit den letzten sechs Monaten haben MI-17 Militärhelikopter Feuer- und Bombardierungsübungen in Sukuma, Dantewada und Bijapur in Südbastar im Bundesstaat Chhatthisgarh ausgeführt. Am 1. April erklärten Top-Beamten der Polizei und der Luftwaffe bei einer Pressekonferenz, dass in der Situation, wenn Maoisten auf Sicherheitskräfte feuern, Garuda-Kommandos das Feuer erwidern würden. Dies bedeutet nichts anderes, als dass es in jedem Fall Feuer und Bombardements aus der Luft geben wird. Tatsächlich feuern die bewaffneten Kräfte der Regierung jeden Tag in den Kampfzonen. Im Namen von Maha Abhiyan gibt es täglich Fake-Encounter und Encounter. Wahllose Verhaftungen sind auf der Tagesordnung. Letzten Oktober log die Polizei, dass Helikopter nur benutzt würden, um Operationen zu unterstützen, und dass sie nur Feuer aus der Luft eröffnen würden, wenn die Helikopter von den Maoisten angegriffen würden und nur zur Selbstverteidigung. Es gibt in den letzten sechs Monaten nicht einen einzigen Beweis dafür, dass auf die Helikopter geschossen worden ist. Trotzdem benutzt die Regierung Luftangriffe und Bombardements aus der Luft als Teil der faschistischen, militaristischen Unterdrückungskampagne Green Hunt [Grüne Jagd].

Indem sie über Selbstverteidigung reden, geschieht dies nur, um das Volk des Landes zu verwirren. Fakt ist, dass die Luftwaffe angewiesen worden ist, Luftangriffe zu fliegen. Das bedeutet, der Kampf des Volkes gegen seine Vertreibung durch die angekündigten Mega-Bergwerke, Mega-Dämme, Mega-Fabriken und der Kampf, den die Maoistische Partei, Volksbefreiungs-guerillaarmee (PLGA), Massenorganisationen und die revolutionären Massen führen, soll rasch zerschlagen werden, um den Dschungel, Wald und die Bodenschätze zum Rauben an die einheimischen und ausländischen Konzerne zu übergeben. Zusätzlich zu der Existenz von zehntausenden von Polizei- und paramilitärischen Kräften ist die Entscheidung für Luftangriffe für dieses Ziel. Das Geheimprojekt steht hinter der Genehmigung der Zentralregierung zum Aufbau eines Flughafens im Indravathi Tiger Reservat und dient dazu einen Nationalpark in eine Luftwaffenbasis zu verwandeln.

Der Kampf des Volkes von Dandakaranya geht nicht nur um dessen Interessen. Dies ist der Kampf der unterdrückten Massen des ganzen Landes. Dies ist der Kampf die Bodenschätze für zukünftige Generationen zu schützen. Es geht darum die Umwelt zu schützen. Es geht darum die Flüsse, Ströme, Wälder und das Land zu schützen. Der ungerechte Krieg der Zentralregierung und der Regierungen der Bundesstaaten – die Operation Green Hunt – geht darum und nur um die Profite der Konzerne. Es ist Zeit sich zu erheben: Für die unterdrückten Massen, revolutionären Parteien, demokratische, fortschrittliche Sektionen, Gewerkschaften, Menschenrechtsorganisationen, Schriftsteller, Künstler, Historiker, Filmemacher, Anwälte, Studenten, Angestellte von Print- und elektronischen Medien, sozialen Organisationen von Stämmen und Nichtstämmen. Unsere Partei ruft jeden dazu auf, seine Stimme gegen die Luftangriffe und Bombardements zu erheben. Wir rufen zu einer Kampagne auf, dass es der Luftwaffe nicht erlaubt wird, die fremden Angriffe zu beantworten und Besatzungskriege, um Operationen innerhalb des Landes für Angriffe gegen das Volk des Landes, nicht führen zu dürfen. Enthüllt die Verschwörungen der Regierungen, die die Identität der alten Stämme des Landes zerstören würden. Unsere Partei ruft das Volk von Chhattisgarh und Maharashtra dazu auf den Bandh [bewaffneten Streik] in ganz Dandakaranya (Chhattisgarh und Maharashtra) am 15. April zum Erfolg zu machen, im Protest gegen die geplanten Luftangriffe und Bombardements.
Anmerkung – Erziehungs- und Gesundheitsdienste sind vom Bandh ausgenommen.

Vikalp
Sprecher des Spezialzonenkomitee Dandakaranya

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Charu Mazumdar: Die Hauptaufgabe heute ist der Kampf für den Aufbau einer wirklich revolutionären Partei im kompromisslosen Kampf gegen den Revisionismus

Aus Anlass der anstehenden Aktionswoche zur Unterstützung des Volkskrieges in Indien dokumentiert DemVolkeDienen die Übersetzung eines Artikels von Charu Mazumdar, den wir hier anlässlich der Internationalen Aktionswoche gerne übernehmen:
Die Hauptaufgabe heute ist der Kampf für den Aufbau einer wirklich revolutionären Partei im kompromisslosen Kampf gegen den Revisionismus

(12. August 1966)

Com. Charu MazumdarNach langer Inhaftierung hielten die Parteiführer, zum ersten Mal nach dem Parteikongress, eine Vollversammlung des Zentralkomitees ab. Die zentrale Führung der Partei, die im Kampf gegen den Revisionismus geschaffen wurde, nahm eine ideologische Resolution an und erklärte unverblümt, dass die gesamte Kritik der großen chinesischen Partei an der indischen Regierung falsch wäre. Gleichzeitig stellten sie in der Resolution fest, das die Kritik an der sowjetischen revisionistischen Führung jetzt nicht öffentlich gemacht werden sollte, da anderenfalls das Vertrauen des Volkes in den Sozialismus zurückgehen werde. Dies bedeutet, der Versuch, der von der sowjetischen revisionistischen Führung in Zusammenarbeit mit dem US-Imperialismus unternommen wird, die Welthegemonie zu errichten, muss nicht entlarvt werden.

Der Führung der großen chinesischen Revolution, die Kommunistischen Partei Chinas und ihr Vorsitzender, Genosse Mao Tsetung, führen heute das Proletariat und die revolutionären Kämpfe der Welt. Nach Lenin hat heute Genosse Mao Tsetung Lenins Position ausgefüllt. Daher kann der Kampf gegen den Revisionismus nicht ausgeführt werden, indem man die chinesische Partei und Genossen Mao Tsetung vorgeht. Die Reinheit des Marxismus-Leninismus kann so nicht aufrecht erhalten werden. Indem sie die chinesische Partei angreift, hat die Führung der indischen Partei den revolutionären Pfad des Marxismus-Leninismus verraten. Sie versuchen den Revisionismus abzutun, indem sie ihn in eine neue Flasche füllen. Daher sollten die Parteimitglieder dieses heute klar verstehen, dass im Kampf gegen den Revisionismus diese Parteiführung überhaupt kein Waffenbruder ist, nicht einmal ein Verbündeter.

Die sowjetische revisionistische Führung versucht heute in Zusammenarbeit mit dem US-Imperialismus nach der Welthegemonie zu greifen. Sie agieren dabei heute als Feinde jeder nationalen Befreiungsbewegung. Sie versuchen die revisionistische Führung zu etablieren, indem sie die revolutionären Parteien spalten und schamlos als Agenten des US-Imperialismus agieren. Sie sind heute Feinde der Volksbefreiungskämpfe in jedem Land, Feinde der revolutionären Kämpfe, Feinde des revolutionären Chinas, ebenso Feinde des Sowjetvolkes. So können keine Kämpfe gegen den amerikanischen Imperialismus geführt werden, ohne einen offenen Kampf gegen die sowjetrevisionistische Führung. Es ist unmöglich den antiimperialistischen Kampf zu führen, wenn es nicht klar ist, dass die sowjetrevisionistische Führung kein Partner im antiimperialistischen Kampf ist. Die Parteiführung, weit davon entfernt diesem Pfad zu folgen, ist ziemlich darum bemüht, das Volk in verschiedenen Schriften davon zu überzeugen, dass die sowjetische Führung, trotz einiger Fehler, grundsätzlich gegen die Politik der indischen Regierung gerichtet ist und dass sie immer noch auf dem Pfad des Sozialismus voranschreitet. Daher versuchen sie in gerissener Art und Weise die Tatsache zu verbergen, dass die sowjetische Führung den sowjetischen sozialistischen Staat schrittweise in einen kapitalistischen Staat verwandelt und dass die sowjetisch-amerikanische Zusammenarbeit deswegen besteht.

In der politischen und organisatorischen Analyse Indiens in den letzten zwei Jahren gab es keine Erwähnung der imperialistischen, besonders der amerikanischen imperialistischen Einmischung, obwohl alle Vertreter des US-Imperialismus, von Johnson bis Humphrey, wiederholt erklärt haben, dass sie Indien als eine Basis gegen China benutzen werden. Solch eine wichtige Frage erregt überhaupt nicht das Interesse des Zentralkomitees. So gibt in der politischen und organisatorischen Resolution kein Wort der Warnung und es wurde keine Warnung für die Parteimitglieder gegen die imperialistische Gegenoffensive ausgesprochen. Im Gegenteil, nach dem Lesen der ganzen Resolution fällt auf, dass es keinen bestimmten Wandel in dieser Situation gegeben hat; dass sich dies in einigen Fällen stark verstärkt hat und sie durch gewöhnliche Bewegung bekämpft werden können. Die Parteiführung ist absolut still gegenüber der neuen Besonderheiten in den Kämpfen während der letzten zwei Jahre – der Ausbruch revolutionärer Gewalt gegen die konterrevolutionären Gewalt – dies ist der neue Ausdruck der Massenbewegungen. Sie nehmen in den Fragen der Massenbewegung eine solche Haltung ein, dass die einfache Schlussfolgerung, die angeblich daraus resultiert, dass unser Hauptziel während der kommenden Wahlen sein soll, eine demokratische Regierung ohne die Kongresspartei ins Leben zu rufen, gezogen wird. In keinem Teil der Resolution wird erwähnt, dass diese Wahlen abgehalten wurden, um die Ausbeutung und indirekte Herrschaft durch den Imperialismus zu verhüllen. Die reaktionäre Regierung Indiens will durch diese Wahlen die konstitutionellen Illusionen verbreiten und sie will dadurch, nach imperialistischen Anweisungen, unser Land als eine konterrevolutionäre Basis in Südasien aufbauen, sie wollen den Widerstand des Volkes durch gewaltsame Angriffe auf die revolutionären Teile der Massen aufhalten. Die Erfahrung aus Indonesien hat uns gelehrt, wie gewalttätig heute der sterbende Imperialismus werden kann. Es war die Verantwortlichkeit der Parteiführung, die Parteimitglieder darauf vorzubereiten, dass sie sich dieser Situation stellen und sich die Klarheit bewahren, dass nur einzige Weg die revolutionäre Gewalt war und dass die ganze Partei auf dieser Grundlage organisiert werden muss. Die Führung der indischen Partei hat nicht nur diese Arbeit nicht gemacht, im Gegenteil, viele Reden über revolutionären Widerstand innerhalb der Partei hat sie für illegal erklärt. Die Parteiführung hat viel Geschrei über Abenteurertum angestimmt, wann immer sie etwas von “revolutionärem Widerstand” oder “bewaffnetem Kampf” gehört hat. Aber zur selben Zeit benutzten sie willkürlich die Worte vom “Umdrehen der Gewehrläufe” und “ununterbrochenem Fortschritt” etc. Aber wo immer es irgendeine Rede über Widerstand gegen die Repression gibt, die immer auf diese Kampfform folgt, bezeichnen sie es als Abenteurertum. Die Losung “Bundesstaatweiter ununterbrochener Streik” ist nichts anderes als eine kleinbürgerliche wie ultralinke Losung. Auf der einen Seite dieser ultralinke Losung und auf der anderen Seiten, aus Rücksicht auf die politische Frage, ein verzweifeltes Verlangen nach Einheit auf dem Feld der (Parlaments-)Wahlen, was bedeutet als Rattenschwanz der Bourgeoisie zu agieren.

So verschmäht es diese Parteiführung die Verantwortung für die demokratische Revolution in Indien zu übernehmen und als Ergebnis dieses greifen sie auf die verkommene Taktik des modernen Revisionismus zurück, der da heißt: Revolutionär in Worten und Anhängsel der Bourgeoisie in Taten zu sein. Daher kann die revolutionäre Partei nur durch die Zerstörung des gegenwärtigen Parteisystems und dessen demokratischen Rahmen aufkommen. Das Verweilen bei der so genannten “Form” oder dem “konstitutionellen Rahmen” dieser Partei, bedeutet die Marxisten-Leninisten sprachlos und unwirksam zu machen sowie sie zur Zusammenarbeit mit der revisionistischen Führung zu veranlassen.

Von der Parteiführung bis zu den gewöhnlichen Arbeitern, alle jene die am Marxismus-Leninismus festhalten, müssen vor allem die Parteimitglieder mit den revolutionären Ansichten des Marxismus-Leninismus voranschreiten. Nur dann können wir die Arbeit des Aufbaus der revolutionären Partei beginnen. Die indische Regierung hat damit begonnen sich zurückzuziehen angesichts der indienweiten Wutanfälle der Massen. Als ein Ergebnis hat sich der Spielraum der demokratischen Bewegung in dem Zeitraum vor den Wahlen vergrößert. Die Regierung organisiert die konterrevolutionären Kräfte in diesem Zeitraum. Auch die revolutionären Kräfte müssen die Möglichkeit dieser offensichtlich demokratischen Atmosphäre voll ausnützen. Die Kampftaktiken, von den Massen während der jüngsten Massenbewegungen angewandt, sind nichts anderes als “Partisanen” Kämpfe des anfänglichen Stadiums. Daher müssen die revolutionären Kräfte jene “Partisanen” Kämpfe in organisierter Weise führen, und bevor die massive konterevolutionäre Offensive beginnt, müssen die Parteimitglieder in den Taktiken dieser Kämpfe gut geschult werden durch die Theorien und die konkrete Anwendung.

Die Bedeutung der Parteiaktivistengruppen heute ist diejenige, dass sie “Kampfeinheiten” sein werden. Ihre Hauptaufgabe wird politische Propaganda und Kampf gegen die konterevolutionären Kräfte sein. Wir sollten immer die Lehre Mao Tsetungs im Gedächtnis tragen – “Angriffe werden nicht um des Angreifens willen geführt, sondern Angriffe werden nur zur Vernichtung geführt.” Diejenigen, die in erster Linie angegriffen werden sollten, sind hauptsächlich: (1) Vertreter der Staatsmaschinerie wie Polizei und Militäroffiziere; (2) die verhasste Bürokratie; (3) Klassenfeinde. Das Ziel dieser Angriffe sollte auch die Beschaffung von Waffen sein. Im gegenwärtigen Stadium können diese Angriffe überall ausgeführt werden, in den Städten und auf dem Land. Unsere besondere Aufmerksamkeit sollte besonders den Bauerngebieten gebühren.

In der Nachwahlperiode, wenn die konterevolutionäre Offensive einen massiven Charakter annehmen wird, wird unsere Hauptbasis in Bauerngebieten errichtet werden müssen. Wir sollten dies jetzt unverzüglich klar machen, bevor unsere Organisation diesen Standpunkt einnimmt, dass mit der Entwicklung der Sinn der Verantwortung für die Kader aus der Arbeiterklasse und dem revolutionären Kleinbürgertums gesehen wird, dass sie unverzüglich in die Dörfer gehen müssen. Mit der Entwicklung des Sinns der Verantwortung unter den Kadern der Arbeiterklasse und des revolutionären Kleinbürgertums werden sie in die Dörfer geschickt werden müssen. In der Periode der konterrevolutionären Offensive wird unsere Haupttaktik des Kampfes die des großen Chinas sein, die Taktik des Einkreisens der Städte durch die Dörfer. Wie schnell wir konterrevolutionäre Offensive zum Ersticken bringen werden, hängt davon ab, wie schnell wir bewaffnete Volkskräfte aufbauen können. Es ist wahr, dass wir am Anfang einige Erfolge erringen können, aber angesichts der massiven konterrevolutionären Offensive sollten wir nur Vergeltung üben im Interesse der Selbsterhaltung. Durch diesen langwierigen und schwierigen Kampf wird die Revolutionäre Volksarmee größer werden – die Armee, die inspiriert ist von politischer Standhaftigkeit, und fester wird durch politische Kampagnenbewegungen und Widerstände. Ohne diesen Typ von Armee ist es nicht möglich, eine Revolution erfolgreich durchzuführen, ist es nicht möglich die Interessen der Massen zu schützen.

Genossen, anstatt hinter spontanen Bewegungen herzutrotten, muss der Partisanenkampf heute in organisierter Art entwickelt werden. Nicht einmal sechs Monate sind verloren. Wenn wir diesen Kampf innerhalb dieser Periode nicht beginnen können, werden wir mit schwierigen Aufgaben konfrontiert sein, uns im Angesicht der imperialistischen Angriffe zu organisieren.

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Internationale Aktionswoche zur Unterstützung des Volkskrieges in Indien

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Aufruf zur internationalen Aktionswoche zur Unterstützung des Volkskrieges in Indien

Bedingungslose Freilassung für alle politischen Gefangenen in Indien!
Solidarität mit allen politischen Gefangenen auf der ganzen Welt!

Stoppt die Operation Green Hunt [Grüne Jagd]!

Unterstützt den Volkskrieg in Indien!

In Indien schmoren mehr als 10.000 politische Gefangenen in den Gefängnissen. Sie sind Führer, Kader und Mitglieder der CPI(Maoist) [Kommunistischen Partei Indiens (Maoistisch)] und der PLGA [Volksbefreiungsguerillaarmee] , Adivasi-Dorfbewohner, die gegen die bewaffnete Evakuierung Widerstand leisten, Bauern, die gegen die Unternehmen kämpfen, die von der Regierung und den transnationalen Konzernen ermächtigt sind, das Volk auszubeuten und das imperialistische Plündern der Naturschätze weiter zu betreiben, Aktivisten der nationalen Minderheiten, die gegen die wachsende Gefahr des kommunalistischen Hindufaschismus organisiert sind, Intellektuelle, wie Dr. Saibaba, Künstler, Studenten und Aktivisten anderer demokratischer Organisationen, die schuldig sind an der Seite des Volkes zu stehen und die dem Krieg gegen das Volk geführt vom indischen Staat gegenüberstehen, sie sind Frauen aus dem Volk und Feministinnen, die vereint sind in der Rebellion gegen den immensen Anstieg von Vergewaltigungen, begangen besonders von den bewaffneten Kräften und Polizeikräften sowie der vom Staat bezahlten paramilitärischen, faschistischen Kräfte. In den Gefängnissen sehen sich die Gefangenen jeder Art von Schikanen, Folter, Verweigerung von Freilassung auf Kaution, unmenschlichen Lebensbedingungen, willkürlicher Verlegung, brutaler Übergriffe und Verletzungen sowie Einzelhaft gegenüber, und oft werden die inhaftierten Frauen vergewaltigt.

Trotz der schweren Haftbedingungen leisten die Gefangenen Widerstand und kämpfen mit revolutionärem Geist, um die Finsternis der Gefängnisse, in der sie eingesperrt sind, in eine Kampffront gegen den wachsenden Faschismus in Indien und des indischen Regimes zu wenden.

Der Kampf für ihre bedingungslose Freilassung ist eine dringende Aufgabe für alle Solidaritätskräfte und er ist ein integraler Bestandteil der Unterstützung für den Sieg ihres Befreiungskrieges.

Die herrschenden Klassen verwandeln ganz Indien immer mehr in ein „Gefängnis der Volksbewegungen“. Die herrschenden Klassen Indiens begannen, unter der Führung und mit Hilfe der Imperialisten, die viele Punkte umfassende und landesweite Offensive genannt Operation Green Hunt. Diese hat mutmaßlich das Ziel, die maoistische Bewegung auszurotten, aber in Wirklichkeit ist es ihr Ziel jede echte demokratische Forderung des Volkes zu unterdrücken. Tausende Führer und Mitglieder revolutionärer und demokratischer Massenorganisationen wurden festgenommen, gefoltert und in die Gefängnisse gebracht. Unter falsche Anklage gestellt, sehen sich viele von ihnen harscher Bestrafungen, unter den drakonischen Gesetzen erlassen von der Zentralregierung und den Regierungen der Bundesstaaten, gegenüber, welche die Volksführer und –kämpfer als „anti-national und terroristisch“ brandmarken.

Die imperialistische Wirtschafts- und Finanzkrise verschärft sich kontinuierlich und ebenso verschärfen sich die imperialistischen Aggressionen und die reaktionären Kriege. In dieser Situation hat die hindufaschistische BJP-Regierung von N. Modi die oberste Priorität der Auslöschung des maoistischen Kampfes und der neu geschaffenen politischen Machtorgane, der Krantikari Janatana Sarkar (der revolutionären Volkskomitees), sowie der Plünderung der natürlichen Reichtümer des Landes, so schnell wie möglich und zu jedem Preis, gegeben. Modi, der der erste Diener der einheimischen und ausländischen Konzerne ist, hat die dritte Phase der Operation Green Hunt [Grüne Jagd] nicht nur eingeleitet, sondern sie auch aggressiv ausgeweitet. In diesem Zusammenhang hat das Modi-Regime Luftangriffe auf Gebiete der Adivasi geplant.

Die indischen Maoisten rufen alle revolutionären Parteien und Organisationen, internationale Solidaritätsorganisationen, Gewerkschaften, bekannte demokratisch-progressive Intellektuelle, Arbeiter, Bauern, Studenten, Jugendliche, Künstler, Schriftsteller, Wissenschaftler, Umweltschützer und Lehrer dazu auf, ihre Stimme gegen den Beschluss von Luftangriffen auf Adivasi-Gebiete zu erheben und dagegen auf den Straßen zu protestieren. Weder der Befreiungskrieg der Massen in Indien kann durch brutale Unterdrückung gestoppt werden, noch kann verhindert werden, dass die politische und moralische Solidarität mit dem Volkskrieg vergrößert wird.

Das Internationale Komitee zur Unterstützung des Volkskrieges in Indien ruft zu einer internationalen Aktionswoche vom 2. bis 9. April 2016 überall auf der Welt auf.

In dieser Woche werden alle Initiativen ihre Solidarität mit allen politischen Gefangenen in den Kerkern des Imperialismus und der reaktionären Regimes ausdrücken und alle Kämpfe für ihre Befreiung unterstützen.

Internationales Komitee zur Unterstützung des Volkskrieges in Indien

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Aktuelles Interview zur Agitation in Indien

Im Folgenden veröffentlichen wir eine Übersetzung des von der Times of India geführten Interviews mit einem verantwortlichen Genossen in der Grenzregion bei Andhra und Odisha.

„Die Maoisten werden damit weitermachen gegen den Abbau von Bauxit zu Kämpfen“

In einer Zeit in der die KPI Maoisten sich darauf vorbereiten ihre Bewegung in der Andhra-Odisha-Grenzregion zu stärken, sagt  Andhra-Odisha-Grenzregion-Sonderzonenkomiteeverantwortlicher Ramchandra Reddy alias Chalapati, dass die Zunahme der Probleme des Volkes der  maoistischen Bewegung den dringend benötigten Sauerstoff gibt. Während er anerkennt, dass die Bewegung mit der zunehmenden Präsenz der Sicherheitskräfte in eine Ecke gedrängt wurde, hofft Chalapati das die Partei wieder ihre Stärke erreichen wird um den schweren Aufgaben zu begegnen. Er sagt, dass in der Attitüde und dem Verhalten der Landesregierung eine Veränderung stattgefunden hat. Die Maoisten, sagt er, betreiben Anstrengungen den verlorenen Ruhm wieder gut zu machen. In einem Interview mit Siva G von der Times of India, spricht Chalapati über verschiedene Sachverhalte wie die Kaffee- und Bauxit-Agitationen und die maoistische Bewegung in der  Andhra-Odisha-Grenzregion.

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Zum Generalstreik im September

Dies ist der erste Teil des vom „Netzwerk Freiheit für alle p0litischen Gefangenen“ veröffentlichten Artikels zur Situation in Indien und beinhaltet Informationen zum Generalstreik im September in Indien. Der zweite Teil des Artikel, ein Interview mit dem Generalsekretär der Kommunistischen Partei Indiens (Maoisten), findet sich direkt nach diesem Artikel.

Indien: Generalstreik im September

Am 2. September 2015 legte ein 24-stündiger Generalstreik Indien lahm. Es war einer der grössten Streiks der letzten Jahre und richtete sich gegen die «Wirtschaftsreformen» der rechtsnationalistischen Regierung Narendra Modi’s. Ein Streik mit eindeutig politischem Charakter. Aufgerufen zum Streik hatten zehn der zwölf grossen Gewerkschaftsverbände Indiens. Noch nie in der indischen Geschichte war ein Generalstreik so umfassend. Denn es streikten auch Unorganisierte, LandarbeiterInnen, Rikschafahrer, StrassenverkäuferInnen, NäherInnen in Zulieferbetreiben. Die Hauptverkehrsstrassen waren leergefegt, die Fliessbänder der Autowerke standen still, vor den grossen Häfen waren Streikposten aufgezogen. Nichts bewegte sich mehr, keine Vorortszüge, keine Busse, keine Lastwagen. In vielen Bundesstaaten blieben Postämter, Banken, Versicherungen, Schulen und Universitäten geschlossen. Die meisten Behörden hatten zu. Transportarbeiter, Mineure, Bauhandwerker, IT-SpezialistInnen, ein Grossteil der Beschäftigten im Service Public, selbst Hausangestellte legten für einen Tag die Arbeit nieder. In Kalkutta, einer Hochburg der maoistischen Bewegung, gab es auch militante Auseinandersetzungen und Frauenaktivistinnen wurden von Polizeikräften weggezerrt. Der Allindische Gewerkschaftsbund AITUC bezifferte die Zahl der Streikenden auf 150 Millionen, weit mehr, als die Gewerkschaften Mitglieder haben.

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Interview mit dem Generalsekretär der KPI(Maoisten)

Dies ist der zwei Teil des vom „Netzwerk Freiheit für alle p0litischen Gefangenen“ veröffentlichten Artikels zur Situation in Indien und beinhaltet ein Interview mit dem Generalsekretär der Kommunistischen Partei Indiens (Maoisten), Genosse Ganapathy. Der erste Teil des Artikel der sich mit dem Generalstreik im September in Indien auseinandersetzt, findet sich vor diesem Artikel.

Übersetzung vom Interview mit dem General Sekretär der CPI(Maoist)

Im August 2015 wurde im Maoistischen Informationsbulletin (MIB), einer Publikation der CPI(Maoist), ein Interview mit Genosse Ganapathy veröffentlicht. Er spricht darüber, wie die MaoistInnen den Kampf gegen das reaktionäre Narendra Modi-Regime führen wollen. Wir drucken hier einen Auszug daraus.
Ganapathy: Die Regierung hat die Politik der Liberalisierung, Privatisierung- und Globalisierung, die seit den 90er Jahren kontinuierlich von allen Regierungen verfolgt wurde, intensiviert. Tatsächlich wurde Modi und seine BJP von den Grosskapitalisten deshalb an die Regierung gehievt, um diese Politik noch schneller und noch aggressiver umzusetzen als die vorherige UPA-Regierung. Deshalb wurde der «schwache» Manmohan Singh durch den «starken» Narendra Modi ersetzt.
Die aggressive neoliberale Politik der Regierung wird das Elend der ArbeiterInnen, BäuerInnen, Angestellten und verschiedener Sektoren wie der Frauen, der Studierenden und der Jugend verschärfen. Angriffe auf MuslimInnen und Dalits werden zunehmen. … Die chauvinistische Ausrufung der Grossnation in Unterstützung der aggressiven expansionistischen NDA-Politik (National Democratic Alliance) erzeugt Opposition. Es ist notwendig, dass wir hier intervenieren.
Diese aggressive Politik der «Entwicklungs»-Agenda Modi’s wird Vertreibungen in noch nie dagewesenem Ausmass zur Folge haben. Die Adivasis werden ihrer Existenz beraubt. Dies wird Massenkämpfe hervorbringen, in die wir aktiv intervenieren sollten.
Diese Angriffe gegen das Volk werden von verschärften Gesetzen begleitet werden, die imperialistischen Konzernen, Grossgrundbesitzern und der Kompradorenbourgeoisie genehm sind. Auch da müssen wir intervenieren. Hier ergibt sich ein gutes Potential, um Menschenrechtsbewegungen in breitem Masse zu stärken.

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