Parteiprogramm der Kommunistischen Partei Indiens (Maoist)

Das Programm der CPI (ML) von 1970 und das Schriftstück der MCC von 1969 haben die korrekte revolutionäre allgemeine Linie geboten, nachdem der jahrzehntealte fest verwurzelte Revisionismus in der indischen kommunistischen Bewegung gebrochen wurde. Die in diesen beiden Dokumenten angelegte Linie wurde weiter angereichert in den diversen Konferenzen und Kongressen dieser beider Parteien, auf der Basis der riesigen Erfahrung, welche die beiden Organisationen angesammelt haben, während sie den Volkskrieg in Indien führten, und auf der Basis der Hauptentwicklungen, die in der inländischen und internationalen Situation stattgefunden hatten.

Die Geschichte unserer beiden Parteien, welche die beiden hauptsächlichen maoistischen Strömungen in Indien repräsentieren, ist tief verwurzelt in der widerhallenden Periode der 60er. Es war die Periode, in der zwei herausragende und erstrangige Führer unserer beiden Strömungen – die Genossen CM und KC – hervortraten, indem sie MLM auf die konkreten Bedingungen Indiens anwandten, und indem sie den jahrealten Revisionismus der Marke CPI und CPI (M) bekämpften, bloßstellten und brachen. Der großartige Naxalbari Aufstand, geführt von Genosse CM im Mai 1967, stellte sich als der Fanfarenstoß des ‘Spring Thunder over India‘ (Frühlingsgewitters über Indien) heraus.

In der nachfolgenden Periode haben unsere zwei maoistischen Strömungen nicht nur das Erbe unser geliebten Führer weitergeführt, sondern auch große Erfolge erzielt im Wiederaufbau und Voranbringen der bewaffneten agrarischen Revolution durch den lang andauernden Volkskrieg. In Folge davon hallen die Wellen der neuen Phase des „Frühlingsgewitters“ heute einmal mehr wider, in Andhra, Bihar-Jharkhand, Dandakaranya, und anderen Gebieten unseres Landes; sie werden zunehmend in ganz Indien und weit darüber hinaus gefühlt.

Heutzutage bietet die sich immer mehr vertiefende ökonomische und politische Krise in diesem Land, als Teil der gesamten Krise in der internationalen Arena, fruchtbaren Boden für eine neue Flut von Volksbewegungen, einschließlich der revolutionären Bewegung unter der Führung unserer Vereinigten Partei. Die vereinigte Partei ist dafür bestimmt, den bewaffneten agrarischen revolutionären Krieg im ganzen Land zu beschleunigen, indem sie die stark benötigte Führung der Volksbewegung im ganzen Land bietet. Vor diesem Hintergrund sind wir zuversichtlich, dass dieses Parteiprogramm dazu dienen wird, auf allen Rängen und Reihen größere Klarheit zu schaffen in Hinblick auf die generelle Linie der Partei, und dass es der Partei helfen wird, die Führung des anschwellenden Stroms der Kämpfe des Volkes zu übernehmen und den Volkskrieg im ganzen Land voranzutreiben.

Parteiprogramm

1. Unser geliebtes Mutterland, Indien, ist eines der ältesten, größten und meistbevölkertsten Länder der Welt, bewohnt von fast 1,1 Milliarden Menschen. Unser Land ist ein Land, das ausgestattet ist mit reichen natürlichen Ressourcen wie Land, Arbeitskraft, Tiere, Wasser, Mineralien, Wälder etc. Indien ist ein multinationales Land, das Menschen vieler Nationalitäten und Stämme, die durch verschiedene Stadien ihrer Entwicklung gehen, umfasst, sowie Menschen verschiedener religiöser Glaubensrichtungen. Die große Mehrheit der Bevölkerung unseres Landes ist hauptsächlich von der Landwirtschaft abhängig. Somit ist es im Wesentlichen ein Land der Bauernmassen. Die Menschen des Landes sind hart arbeitend und talentiert. Es ist auch ein Land mit einer der ältesten Zivilisationen. Im Ganzen sind unser Land und unser Volk die Erben einer reichen revolutionären Tradition uns eines glorreichen kulturellen Erbes.

2. Seit Jahrtausenden ist der Feudalismus, der die indische Gesellschaft dominiert hat, ein rigider kastenbasierter Feudalismus, der auf der brahmanischen Ideologie aufgebaut wurde. Dieses schändliche Kastensystem war von enormem Wert, um großen Mehrwert aus den Unterdrückten zu saugen, vor allem aus den so genannten Kastenlosen, die in sklavenartige Bedingungen gestoßen wurden. In diese rückständige Lage intervenierte der britische Kolonialismus mit seiner East India Company. Sodann, beginnend mit dem Sieg in der Schlacht von Plassey 1757, begannen die britischen Kolonialisten, das ganze Land zu besetzen, und hatten Erfolg damit, ihre eigene direkte Herrschaft während der nächsten etlichen Jahrzehnte zu etablieren. Zu dieser Zeit besaß Indien florierendes Gewerbe und Handel sowie prosperierendes Handwerk und Baumwollindustrie. Der Embryo einer Warenwirtschaft war dabei, sich im Schoß der feudalen Ökonomie zu entwickeln. Doch die ausbeuterische und unterdrückerische Herrschaft der britischen Kolonialisten zerstörte diese Entwicklung brutal. Siezerstörtenauchgnadenlos indigene Kunstgewerbler und Händler. Die selbstgenügsame natürliche Ökonomie des Dorfes zerfiel auch anfangs zu einem gewissem Grad und später in größerem Maße. Sie verwandelten Indien in eine Quelle für ihre Rohmaterialien und einen Markt für ihre Industriegüter. Während der fast 200 Jahre ihrer direkten kolonialen Herrschaft und Ausbeutung wurde die indische Wirtschaft zu einer völlig vom Imperialismus abhängigen Wirtschaft gemacht. Die indische Wirtschaft wurde also integriert in die weltweite kapitalistisch-imperialistische Wirtschaft, in eine untergeordnete Position, und wurde nachfolgend so geformt, dass sie zu der Nachfrage des britisch-imperialistischen Finanzkapitals passte.

Um ihre Herrschaft zu konsolidieren und ihre rücksichtslose Ausbeutung fortzuführen, bewahrten die britischen Kolonialisten die feudalen Kräfte und richteten sie gleichzeitig neu aus, zu neuen Zamindars, die als ihre sozialen Stützen fungierten, durch dauerhafte Ansiedlung in der Form von Zamindari, Mahalwari und Rayatwari Systemen von Landbesitz. Somit transformierten die britischen Herrschenden das unabhängige und feudale Indien zu einem kolonialen und semi-feudalen Indien.

3. Das Indische Proletariat entstand auf der Bühne der Geschichte aus der pauperisierten und zerstörten Bauernschaft, als die britischen Kolonialisten Eisenbahnlinien, Minen, Häfen, Plantagen und ein paar Industriezweige errichteten. Aus den „comprador“ Händlern, Geldverleihern, feudalen Herrschern und Grundbesitzern, die in Industrien investierend hervortraten, wie Textilien, Jute, Stahl, Papier, Zement, Plantagen etc. unter der Protektion und gemäß der Bedarfe und Planungen der britischen Imperialisten, entstand die heutige Klasse der „comprador“ Großkapitalisten, die für ihr Überleben und ihren Wachstum komplett abhängig vom Imperialismus ist. Zur gleichen Zeit entstand ein gebildetes Kleinbürgertum aus dem Bildungssystem, das die britischen Imperialisten eingeführt hatten gemäß den Bedarfen ihrer Verwaltung und Herrschaft.

4. Von ganz zu Beginn ihrer Herrschaft an mussten sich die Briten den glorreichen nationalen Befreiungskämpfen des indischen Volkes gegenüber sehen. Nach der britischen Besatzung ist die Geschichte Indiens die Geschichte ununterbrochener historischer Kämpfe, ausgetragen vom indischen Volk gegen die britischen Imperialisten und auch gegen die feudale Ausbeutung und Unterdrückung. Diese Geschichte ist die Geschichte der glorreichen revolutionären Bauernkämpfe gewesen, und Bauernaufstände sind einer nach dem anderen entstanden. Eine Serie von Bauernkämpfen und –aufruhren gegen die britischen Kolonialisten und ihre feudalen Stützen, so wie die Santhal Revolte von 1854-56, kulminierte in den ersten Unabhängigkeitskrieg von 1857, welcher der Beginn der indischen demokratischen Revolution ist. Dieser Aufstand der revoltierenden Armee, der Bauernschaft und patriotischer Menschen verbreitete sich über das Land wie ein Präriefeuer, fügte den Kolonialisten viele erniedrigende Niederlagen zu, und rüttelte an den Grundfesten der ausländischen britischen Herrschaft. Doch er endete im Scheitern wegen der feudalen Herrschaft und ihres Verrats.

Danach fand eine große Zahl von Aufständen bewaffneter Bauern und rebellierender Stämme gegen die britischen Kolonialisten und ihre feudalen Stützen statt. Da jedoch weder die arbeitende Klasse stark genug war um Führung zu bieten, noch die Ideologie der arbeitenden Klasse zusammen mit einer revolutionären Partei, die auf dieser Ideologie basiert, vorhanden war, scheiterten auch diese Kämpfe und Aufruhre.

5. Die Kongresspartei, und später die Ghandische Führung im Kongress, wurde von den britischen Kolonialisten verursacht, um die wachsende anti-imperialistische nationale Befreiungsbewegung zu zerstreuen und zu behindern, und um die Menschen einer revolutionären Führung zu berauben. Als dann die Lebensbedingungen der arbeitenden Massen immer unerträglicher wurden, als ein Ergebnis der imperialistischen Krise und des Weltkriegs, erhoben sich die Bauern, Arbeiter und die anderen arbeitenden Menschen in steigender Anzahl zum Aufstand, um die britische Herrschaft zu stürzen. Der revolutionäre Teil der Kleinbourgeoisie griff auch von Zeit zu Zeit zu dem Waffen bei seinen heroischen Kämpfen, besonders bei dem von Bhagat singh und seiner revolutionären Gruppe geführten Kampf. Ihre heroischen Kämpfe haben einen dauerhaften Eindruck auf das Volk gemacht, während die Ausbeuter und Unterdrücker Angst bekommen haben. Beginnend mit dem Champaran Bauernaufstand (Bihar), intervenierte die Ghandische Führung, loyal zu den Briten, die die „comprador“ Großbourgeoisie und die Landlord Klassen repräsentiert, mit der Ideologie der Gewaltlosigkeit, des passiven Widerstandes und „satyagragha“, und lenkte so die sich entwickelnde nationale Befreiungsbewegung vom Pfad des Kampfes und der Revolution um auf den Pfad der Kapitulation und des Verhandelns. Um ihre politischen und ökonomischen Interessen zu wahren, machten die britischen Herrscher ein paar politische und ökonomische Zugeständnisse an die „comprador“ Großbourgeoisie und an die Land Lords, sodass sie sich als stabile Säulen des britischen Imperialismus verhalten würden.

6. Mit dem Sieg der Großen Oktoberrevolution 1917 in Russland unter der Führung des Genossen Lenin wurde die marxistisch-leninistische Ideologie in unserem Land ausgesät. Unter dem Einfluss dieser Ideologie, und als ein Ergebnis heroischer und militanter Kämpfe, die das Proletariat gegen den britischen Imperialismus geführt hatte, entstand 1925 die CPI. Doch trotz unzähliger Gelegenheiten konnte sich die Führung des Proletariats und seiner Partei nicht in der Befreiungsbewegung etablieren. Die Führung der kommunistischen Partei weigerte sich unaufhörlich, den wahren Charakter der Ghandischen Führung zu erkennen. Darum unterließ sie es sich abzugrenzen und dagegen zu kämpfen, und dabei den korrekten revolutionären Pfad und die revolutionäre Initiative zu übernehmen. Stattdessen lief sie weiterhin der Ghandischen Führung nach und kehrte der Verbindung der universellen Wahrheit des Marxismus-Leninismus mit der konkreten Praxis der indischen Revolution den Rücken. Diese Führung konnte keine korrekte Klassenanalyse der indischen Gesellschaft durchführen, und unterließ es auch sich den tapferen indischen Menschen, insbesondere der Bauernschaft, zuzuordnen. Sie weigerte sich auch, zu lernen und der triumphierend anrückenden chinesischen Revolution unter der Führung des Genossen Mao Tse-tung und der chinesischen kommunistischen Partei zu folgen. Sie beschritt nicht den Pfad des bewaffneten Kampfes für die Übernahme der politischen Macht in der nationalen Befreiungs-bewegung. Sogar obwohl die objektive revolutionäre Situation zu der Zeit in Indien extrem günstig war, kehrte die opportunistische Führung der kommunistischen Partei dem korrekten Pfad des langandauernden Volkskriegs und des bewaffneten nationalen Befreiungskampfes immer den Rücken. Tatsächlich half die Führung der kommunistischen Partei dabei, die antiimperialistische militante Volksbewegung zu entgleisen, und zerrte die revolutionären Massen hinter die Ghandische Führung, indem sie eine opportunistische Allianz mit ihr einging. Vor allem verriet diese Führung die große bewaffnete Bauernrevolte von Telangana, und vergrub sich selbst im Sumpf des Parlamentarismus und Revisionismus unter der trügerischen Vorgabe, das Parlament zu benutzen. Und das zu einer solchen Zeit, in der die objektive Situation beispiellos günstig war, die agrarische Revolution voranzutreiben, und in der der glorreichen Pfad des langandauernden Volkskriegs hell erleuchtet wurde durch den Genossen Mao Tse-tung und die siegreiche chinesische Revolution. Trotzdem standen mutige Kader der kommunistischen Partei an der Seite des kämpfenden Volkes und führten viele revolutionäre Kämpfe. Sie gaben ihre wertvollen Leben für das erhabene Ziel, die indische Revolution als Teil der proletarischen Weltrevolution auszuführen.

7. Während und nach der Zeit des Zweiten Weltkriegs bildete sich ein neues Kräftegleichgewicht in der Welt: durch die völlige Niederlage der faschistischen Mächte, die ihnen die Rotarmeetruppen der Sowjetunion und die Völker der Welt unter der Führung des großen Stalin beigebracht hatten; durch die erhebliche Schwächung des Imperialismus als ein Ergebnis des Krieges; durch den Anstieg der demokratischen Macht des Volkes in osteuropäischen Ländern und den welterschütternden Sieg der großen chinesischen Revolution unter der Führung des Genossen Mao Tse-tung, der den unterdrückten Nationen und Völkern der ganzen Welt den Pfad der Befreiung erleuchtet hat; durch das Aufkommen eines globalen sozialistischen Systems auf einem Drittel der Erdkugel, zusammen mit dem beispiellosen Anstieg der nationalen Befreiungskämpfe. Insbesondere der Sieg der chinesischen Revolution hat konkret auf den Pfad der Befreiung der unterdrückten Nationen und Völker Asiens, Afrikas und Lateinamerikas von der Ausbeutung und Unterdrückung des Imperialismus geführt. Auf diese Art und Weise hat der Sieg der chinesischen Revolution eine gewaltige Rolle dabei gespielt, das Kräfteverhältnis in der damals vorherrschenden Situation der Welt zu verändern.

In einer für die Imperialisten so ernsten Situation wurde es für sie sofort notwendig ihren alten Stil der direkten kolonialen Herrschaft zu ändern und einen neuen Stil kolonialer Herrschaft und Ausbeutung einzuführen, indem sie sich auf die Agenten verließen, die sie ausgewählt und ausgebildet hatten, um sich selbst zu retten, denn die neu aufgekommene Situation hatte sie bereits in großem Ausmaß geschwächt. Die Imperialisten hatten ihre ausgewählten Agenten, welche die „comprador“ Großbourgeoisie und die Land Lord Klassen vertraten, schon zu ihrer treuen herrschenden Klasse ausgebildet; so änderten sie die alte koloniale Art und Weise ihrer Ausbeutung und Herrschaft zu der neokolonialen Art und Weise der indirekten Herrschaft, Ausbeutung und Kontrolle.

8. Auf dem indischen Subkontinent kam auch eine beispiellose revolutionäre Situation während und in der direkten Folgezeit des Zweiten Weltkrieges auf. Eine gewaltige Bewegung für die Freilassung der Gefangenen der ‚Azad Hind Fauz‘; kraftvolle antiimperialistische Demonstrationen der Studenten in ganz Indien; Tebhaga und Bakasht Bewegungen zusammen mit einer kraftvollen antifeudalen Bewegung in den Fürstenstaaten; der Streik der Post- und Telegraphenangestellten; die glorreiche Meuterei der R.I.N. Flottenkräfte in Bombay zusammen mit aufkommendem Unmut innerhalb der Armee- und Luftwaffenkräfte; die Polizeirevolte in Bihar; Solidaritätskämpfe der arbeitenden Klasse und der Beginn des historischen bewaffneten Bauernaufstandes in Telangana brachten die imperialistische Herrschaft in Indien fast an den Rand des Zusammenbruches.

In einer solchen Situation nutzen die britischen Imperialisten die Dienste ihrer treuen comprador Agenten, der Führer des Kongresses und der Muslimliga, um ihre Ausbeutung, Kontrolle und indirekte Herrschaft aufrechtzuerhalten, um den revolutionären Aufschwung des indischen Volkes zu unterdrücken. Inmitten von Verschwörungen und Intrigen, resultierend in kommunale Blutbäder und Massaker, wurde das Land auf religiöser Grundlage aufgeteilt. Britische Imperialisten übergaben ihre Macht an ihre treuen Agenten, die Führung der Kongresspartei – welche die comprador bürokratisch-kapitalistischen und großen Land Lord Klassen repräsentiert – und verschwanden hinter dem Vorhang. Die Erklärung der ‘Unabhängigkeit‘ von 1947 war im Wesentlichen nichts als ein Schwindel. Tatsächlich wurde das direkte koloniale und semifeudale System der britischen Imperialisten ersetzt durch ein semikoloniales und semifeudales System unter der neokolonialen Art der indirekten imperialistischen Herrschaft, Ausbeutung und Kontrolle.

9. Während der anschließenden Jahre formaler Unabhängigkeit, die im Wesentlichen ein Schwindel ist, dienten diese herrschenden Klassen – comprador Großbourgeoisie und große Land Lords – weiterhin treu den Imperialisten. In der veränderten Situation begannen neben den britischen auch die U.S. und andere imperialistische Ausbeuter, mit der Restauration des Kapitalismus durch den Chrustschowschen Revisionismus nach dem Tod des Gen. Stalin auch die sowjetischen Ausbeuter, in unser Land einzudringen. Den Imperialisten unterwürfig, hielten die indischen herrschenden Klassen dem Raubzug und der Plünderung unseres Landes durch die imperialistischen Mächte die Tür auf, während sie auch ihre eigenen Interessen verwirklichten durch Nutzung der inner-imperialistischen Widersprüche.

10. Nach dem Ende der direkten kolonialen Herrschaft nahm der Imperialismus neue Formen der indirekten Herrschaft, Ausbeutung und Kontrolle von ihm untergeordneten Nationen und Ländern an. Das wird Neokolonialismus genannt. Das ist eine täuschendere und bösere Form des Kolonialismus. Jetzt wird das imperialistische Finanzkapital weiter unbeschränkt exportiert, durch internationale Institutionen wie der IWF und die Weltbank, die strenge Bedingungen auferlegt haben, und auch durch Kredite und ‘Hilfen‘ durch die imperialistischen Länder. Damit hat sich der uneingeschränkte Fluss imperialistischen Finanzkapitals weiter erhöht und sein Griff hat sich auch verengt. Ungeachtet dessen erhöhen sich auch weiterhin die Investments transnationaler Konzerne.

Die Vorherrschaft und Kontrolle des imperialistischen Finanzkapitals in jeglicher Sphäre unseres Lebens – ökonomisch, politisch, militärisch und kulturell – stieg weiter und weiter an. Tatsächlich kontrollieren die Imperialisten die Schlüsselsektoren der indischen Wirtschaft und sogar der Verwaltung. Das allseitige Eindringen und die Kontrolle durch imperialistischen Finanzkapital reflektiert sich auch in einem phänomenalen Anstieg der Gesamtmenge des imperialistischen Kapitals, in tausenden von Kollaborationen für Technologie und Kapital, in ungleichen und erniedrigenden Abkommen und der Abhängigkeit vom Imperialismus für ‘Hilfen‘, Darlehen und Kredite, Kapitalgüter, technisches Knowhow, landwirtschaftliche Investitionen, militärische Unterstützung und Rüstungsindustrien. Kürzlich verengte sich der Würgegriff des imperialistischen Finanzkapitals über den landwirtschaftlichen Sektor und andere Sektoren noch weiter wegen der WTO und der imperialistischen Globalisierung. All das wird möglich gemacht durch die Unterwürfigkeit unter den Imperialismus der comprador kapitalistischen und feudalen Klassen. Somit ist Indien weiterhin ein semikoloniales und semifeudales Land unter der neokolonialen Form der imperialistischen indirekten Herrschaft, Ausbeutung und Kontrolle.

11. Nach dem Diktat und den Plänen der Imperialisten, insbesondere der U.S.- Imperialisten, verfolgen die comprador großkapitalistischen und feudalen herrschenden Klassen von Indien weiterhin so eine reaktionäre Außenpolitik, welche den Imperialisten dient, nach den Bedarfen ihrer weltweiten Strategie.

12. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges zeigte sich der U.S.-Imperialismus als das mächtigste imperialistische Land. Er war also an die Front getreten als der Hauptfeind der unterdrückten Völker, unterdrückten Nationen und des Weltproletariats.

Dann, nach dem Ableben des Genossen Stalin und insbesondere seit dem 20. Kongress der CPSU, wurde die die Sowjetunion in ein kapitalistisches Land umgewandelt. Sie trat außerdem ab 1970 als sozialimperialistisch und damit als Supermacht auf. Sie trug weiterhin das Gewand des Sozialismus, und machte die osteuropäischen Länder zu ihren Satelliten. Darüber hinaus begann sie viele unterdrückte Länder und Nationen auszubeuten, und sie hatte Erfolg darin über einige von ihnen Vorherrschaft und Kontrolle zu etablieren. Sie stattete sich mit nuklearem Arsenal aus und wurde zur großen Gefahr und zum teuflischen Feind der Weltbevölkerung. Sie stellte sich als Hauptrivale des U.S.-Imperialismus heraus für die Neuaufteilung und Hegemonie über die Welt. In diesem Wettbewerb um Neuaufteilung und Hegemonie verloren Millionen ihre Leben in diversen Stellvertreterkriegen, und bei ein paar Gelegenheiten stand die Welt sogar kurz vor einem Weltkrieg. Auch in Indien waren diese beiden Supermächte die großen Unterdrücker und Ausbeuter des Volkes und stritten miteinander. Doch nach den 70ern hielten die sowjetischen Sozialimperialisten für mehr als zwei Jahrzehnte die vorherrschende Stellung. Nach dem Zusammenbruch der sowjetischen Supermacht neigte sich die indische herrschende Klasse zur US-Supermacht, welche die vorherrschende Stellung einnahm.

13. Die indische comprador bürokratische Klasse ist eines der Haupt-instrumente für die imperialistische Ausbeutung und Kontrolle über Indien. Sie ist komplett verwoben mit dem und abhängig vom Imperialismus für ihre Existenz und Entwicklung. Ihre Interessen sind auf allen Feldern eng verbunden mit den Interessen der Imperialisten. Sie sind verwoben mit dem Imperialismus und verbündet mit dem Feudalismus. Die comprador bürokratisch-kapitalistische Klasse (oder Großbourgeoisie oder Staatsmonopol-Bourgeoisie) ist extrem reaktionär, gegen das Volk und antinational, und sie unterwirft die großen indischen Massen – Proletariat, Bauern und Kleinbürger – unbarmherziger Ausbeutung und Unterdrückung, und sie ist eine Hürde für die Entwicklung der unabhängigen indischen Wirtschaft. Sie drosselt auch das Wachstum der kleinen und mittleren Bourgeoisie, und verbündet sich weiterhin mit dem Imperialismus, um ihre dekadenten präkapitalistischen Produktionsweisen beizubehalten. Also ist diese Klasse eines der Ziele der indischen Neuen Demokratischen Revolution.

14. Aus Angst vor dem Zorn des Volkes, wie er demonstriert wurde durch die Erhebung der Bauern, und insbesondere in Panik angesichts der großen und historischen Telangana Bauernrevolte, führten die comprador großkapitalistischen und feudalen herrschenden Klassen von Indien einige Änderungen in den Landverhältnissen ein, im Namen der Abschaffung des Feudalismus nach 1947, in Übereinstimmung mit den Bedarfen und Plänen der Imperialisten. Die ‘Fürsten-staaten‘ und das intermediäre System des Landbesitzes wurden abgeschafft nach der Zahlung riesiger Kompensationen. Doch das Monopol auf Land der großen Land Lords bleibt als solches bestehen, während der riesigen Bevölkerung der landlosen und armen Bauern das Landes vorenthalten bleibt.

Sogar heute ist unser Land grundlegend ein Land von Bauernmassen, da zwei Drittel der Bevölkerung in ländlichen Gebieten leben. Die überwältigende Mehrheit der Bauern gehört der am meisten ausgebeuteten und unterdrückten Klasse an. Sie sind gezwungen unter elendsten und extrem armen Bedingungen zu leben. Trotz all der angeblichen Landreformen sind 30% des gesamten Landes in den Händen von Land Lords konzentriert, welche nur 5% der Bevölkerung ausmachen, während die mittlere Bauernschaft etwa 20% der ländlichen Bevölkerung ausmacht und die reice Bauernschaft 10%. 65% der gesamten Bauernschaft sind landlose und arme Bauern, die entweder gar kein Land oder kaum Land besitzen. Extreme Formen semifeudaler Ausbeutung sind auf dem Land immer noch verbreitet. Die am weitesten verbreiteten Formen solcher Ausbeutung sind die Erpressung von Erzeugnissen durch Naturalpacht, wodurch Bauern bis zu 50% ihrer Erzeugnisse geraubt wird, unfreie Arbeit, Wucher- und Händlerkapital und andere Formen außer-ökonomischen Zwangs. Die böseste Form Mehrwert durch außerökonomischen Zwang zu gewinnen war durch das Kastensystem. Hier mussten die Handwerks- und dienstleistenden Kasten dem abgehobenen Adel und den Priestern für einen nominellen Lohn dienen. Die unberührbaren Kasten wurden weiterhin beinahe wie Sklaven behandelt, die sogar unentgeltliche Arbeit und Dienstleistungen erbringen müssen im Namen von “begar“ etc.

Die rückständige Landwirtschaft auf zersplittertem Land, die an manchen Orten hauptsächlich abhängig ist von primitiven Methoden und den Launen der Natur, zwingt einen großen Teil der Bauernschaft, inklusive einer überwältigenden Anzahl an mittleren Bauern, ein elendes Leben zu leben. Der ländliche Raum wird dominiert von Land Lords, Wucherern, Händlern und religiösen Institutionen. Diese ausbeutenden Gruppen sind das Kernstück der semifeudalen Produktions-beziehungen im Land. Alle diese Fakten zeigen, dass unser Land ein semifeudales Land ist. Diese Klasse der feudalen Land Lords erhält und erzeugt Kasteismus, Kommunalismus und Aberglauben, und sie hält sich private Armeen, oder Goonda Truppen, sie hält eine mittelalterliche Unterdrückung der ländlichen Massen aufrecht, und unterdrückt Dalits, Adivasi und Frauen, indem sie häufig Massaker, Vergewaltigungen etc. verübt. Es ist diese Klasse der Unterdrücker, welche die soziale und politische Macht innehat, welche die Bewahrung der dekadenten feudalen Kultur sichert und das Kastenwesen, Fanatismus, männliche Vorherrschaft inklusive Patriarchat und undemokratischer autoritärer Ideen etc. im riesigen ländlichen Bereich fördert. Die Autorität der feudalen Land Lords ist kastenbasiert. Sie benutzen ihre höherkastigen sozialen und politischen Verbindungen, um ihre Autorität und ihren Terror in den ländlichen Regionen zu erhalten. Brahmanische Ideologie wird benutzt, um dem eine religiöse Unantastbarkeit zu verleihen. Das ist der insgesamt dominante Aspekt der ländlichen Gesellschaft Indiens und das Haupthindernis der Entfaltung der Produktivkräfte und des Fortschritts unseres Landes. Diese Klasse der Wucherer, Händler und großen Land Lords ist extrem reaktionär und eine soziale Stütze des Imperialismus; also eines der Hauptziele der Neuen Demokratischen Revolution in Indien.

15. Nach der Übergabe der Macht 1947 verlegten sich die indischen herrschenden Klassen, dem Imperialismus dienend, auf zahlreiche Maßnahmen, um alternative Entwicklungsmodelle anstelle der radikalen Landreformen auf der Basis von „das Land den Bauern“ zu bewerben. Zuerst brachten sie Community Entwicklungsprogramme, ländliche Kooperativen und intensive Landwirtschafts-entwicklungsprogramme (IADP) etc. mit der Hilfe von, und entsprechend den Bedarfen und Plänen von, den Ford und Rockefeller Stiftungen, der Weltbank und anderen imperialistischen Agenturen. Danach, in Fortführung dieser Schritte, führten sie Mitte der 60er Jahre die sogenannte Grüne Revolution in Punjab und ein paar ländlichen Stellen des Landes ein. Diese ‘Grüne Revolution‘ war nicht nur dazu gedacht, einen Markt für die imperialistischen Waren zu bieten, sondern war auch ein Versuch, der aufkommenden Gefahr der Roten Revolution zu begegnen und die chronische Nahrungsmittelkrise zu lösen.

Trotz eines Anstiegs in der Produktivität inklusive Produktion, begannen sich die negativen Ergebnisse dieser ‘Grünen Revolution‘ sehr bald deutlich zu zeigen. Die Kosten landwirtschaftlicher Investitionen waren stark gestiegen, während die Produktionskurse hinterherhinkten oder fast stagnierten. Diese sich vergrößernde Lücke resultierte in einen sich vergrößernden Sturz landwirtschaftlicher Ersparnisse; also verschlechtern sich die Lebensbedingungen der Bauernschaft weiter anstatt sich zu verbessern, während der der Markt für landwirtschaftliche Produkte der Imperialisten, wie landwirtschaftliche Maschinerie, chemische Düngemittel, HYV Samen, Pestizide etc., weiterhin wächst, zusammen mit ihrem Profit. Abgesehen von einer Hand voll großer Land Lords inklusive ein paar neu aufgekommener großer prokapitalistischer Land Lords (aus den ehemals reichen Bauern), wird die große Mehrheit der Bauernschaft, insbesondere die armen Bauern und Landarbeiter, sowie ein beträchtlicher Teil der mittleren Bauern, weiter und immer mehr in die Fänge von Wucherern, Händlern und großer prokapitalistischer Land Lords getrieben, während sich auch der Griff der Banken und anderer Finanzinstitutionen immer mehr verengt. Mit der steigenden Eindringung imperialistischen Finanzkapitals hat sich der Griff weiter verengt. Dies hat auch einige kapitalistische Produktionsbeziehungen eingeführt, aber dieser Kapitalismus ist sehr verzerrt und zerstückelt. Darüber hinaus ist die Landfrage nicht grundlegend gelöst worden. Kein Zweifel, mit der ‘Grünen Revolution‘ sind ein paar neue Klassenkräfte aufgekommen, aber diese sogenannte kapitalistische Entwicklung hat nichts gebracht als Elend und sich daraus ergebend Unzufriedenheit unter den Bauernmassen, auch das, in massivem Umfang. Trotz einiger Veränderungen in den Gebieten der ‘Grünen Revolution‘ ist kein signifikanter Wandel aufgetreten in den semifeudalen Verhältnissen Indiens insgesamt. Obwohl einige Änderungen da sind, kam es zu keinen Änderungen im Kastensystem.

16. Die Krise des Imperialismus, die zu Beginn der 70er Jahre aufgekommen war, vertieft sich weiterhin immer mehr. Obwohl sie mit dem Zusammenbruch des ehemaligen kapitalistischen Imperialismus des sowjetischen Staates eine kleine Atempause bekamen, konnten sie ihre Krise doch nicht überbrücken. Also setzten sie die imperialistischen Strategien der Privatisierung, Liberalisierung und Globalisierung mit mehr Nachdruck durch. Diese Politik hat nicht nur offensichtlicher den Griff des imperialistischen Finanzkapitals gefestigt, sondern auch das Tempo der Ausbeutung und Unterdrückung der unterdrückten Nationen und Völker beschleunigt. Dennoch hat die Krise des Imperialismus in den letzten Jahren nie dagewesene neue Höhen erreicht, unvorstellbar seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges, und die normalen Mittel, um die Krise zu lösen, sind schon ausgereizt. Vor dieser Kulisse haben U.S. Imperialisten offen damit angefangen, sich auf militärische Mittel zu verlegen in ihrem verzweifelten Versuch, aus der tief-sitzenden und allseitigen ökonomischen, politischen und sozialen Krise heraus zu kommen.

Heute operieren tausende großer imperialistischer multi- und transnationaler Konzerne offen in Indien und allen anderen rückständigen Ländern. Imperialismus wird immer mehr zum Unter-den-Füßen-zertrampeln der sogenannten Souveränität, durch diese Politik auf die neo-kolonialistische Variante bei semikolonialen Ländern. Alle Arten von Beschränkungen werden immer mehr aufgehoben für die autokratische Kontrolle, Expansion und unbeschränkte Ausbeutung durch das imperialistische Finanzkapital. Der sogenannte öffentliche Sektor, der im trügerischeren Namen des Sozialismus aufgebaut worden war, um die öffentliche Meinung irrezuführen, wird der comprador Bourgeoisie und den imperialistischen multinationalen Konzernen angeboten. Diese Politik verschlechtert noch mehr die Lebensbedingungen der Bauernmassen, besonders der landlosen und armen Bauern, inklusive großer Teile der mittleren Bauern und eines Teils der reichen Bauern. Die Lebensbedingungen anderer arbeitenden Menschen, insbesondere der arbeitenden Klasse, Bauern, Studenten und Jugend inklusive Frauen, Angestellten und Teilen des Kleinbürgertums verschlechtern sich, sie werden in eine Krise auf Leben und Tod geworfen. Es wird also ein fruchtbarer Boden geschaffen für Aufstände gegen den Imperialismus und seine treuen herrschenden Klassen.

Entsprechend den imperialistischen Bedarfen und Plänen hat die indische herrschende Klasse aufs Geratewohl Industrialisierung betrieben. Durch irrationale Ausbeutung der natürlichen Ressourcen hat sie Umweltnormen mit Füßen getreten und gefährdet damit die ökologische Balance sogar auf Kosten der Interessen des Landes.

17. Die indischen herrschenden Klassen haben nicht nur den grausamen Staatsapparat von ihren britischen imperialistischen Herren geerbt; sie haben ihn auch während der letzten sechs Jahrzehnte erhalten und weiter gestärkt. Dieser Staatsapparat ist nichts als ein Instrument zur Unterdrückung, und er repräsentiert die Diktatur der comprador Bourgeoisie und der Land Lord Klassen, die dem Imperialismus unterwürfig sind. Die unterdrückerische Herrschaft soll hinter der Fassade des betrügerischen parlamentarischen Systems versteckt werden. Dieses Staatssystem repräsentiert das semikoloniale, semifeudale System unter der neokolonialen Form der indirekten Herrschaft, Ausbeutung und Kontrolle. Während der letzten Jahre sind die repressiven Zähne dieses Staatssystems nicht nur weiter geschärft worden, es wurde auch mehr und mehr zentralisiert durch die comprador-feudale Allianz, unterstützt vom Imperialismus. Die Hauptwaffen dieser blutdurstigen Herrschaft sind eine gut organisierte und gut ausgerüstete moderne Armee, paramilitärische Truppen und die Polizeikräfte verschiedener Staaten, volksfeindliche Justiz und tief verdorbene und mächtige Bürokratie. Dieser Staatsapparat ist extrem reaktionär und volksfeindlich. Ohne diesen Staatsapparat zu zerschlagen, kann kein Kampf für die grundlegenden Rechte der Menschen über ein begrenztes Level hinweg betrieben werden.

18. Angesichts der dominanten Position Indiens in gesamt Südasien haben die Imperialisten immer die expansionistischen Entwürfe der comprador indischen herrschenden Klassen unterstützt, ermutigt und angestiftet, um ihre unangefochtene Kontrolle über den riesigen profitablen Markt fortsetzen zu können. Entsprechend den Bedarfen und Diktaten der Imperialisten senden die comprador herrschenden Klassen Indiens weiterhin von Zeit zu Zeit bewaffnete Truppen als ihre Söldner in andere Länder der Welt, wie Somalia, Jugoslawien, Kongo, Ruanda etc. Durch diese aggressive expansionistische Rolle hat die indische comprador bürokratische Bourgeoisie, während sie prinzipiell den Imperialisten dient, auch ihre eigenen Interessen in der Region, indem sie diese Länder ihres Kapitals, Marktes, ihrer Rohstoffe etc. beraubt.

Wegen dieser expansionistischen Ambitionen, Interventionen und subversiven Aktivitäten der indischen comprador bürokratischen Bourgeoisie, die vom Imperialismus unterstützt werden, ist der indische Expansionismus zu einer großen Gefahr für die Sicherheit und Integrität all der südasiatischen Ländern und besonders ihrer Völker geworden, mit einer erheblich überlegenen Armee und einem starken zentralisierten Staatsapparat. Indische herrschende Klassen greifen in Nepal in innere Angelegenheiten ein, u.a. indem sie ihre Bereitschaft deutlich machen, ihre Armeen dorthin zu senden; genauso wie die indische Armee 1971 in das damalige Ostpakistan (jetzt Bangladesch) gesendet wurde, sowie 1987 nach Sri Lanka, um die LTTE zu verdrängen. Die herrschenden Klassen Indiens sind zu einem bedeutenden Mittel für imperialistische Ausbeutung und Kontrolle der südasiatischen Länder, genauer gesagt deren Völker, geworden. Somit ist es eine der wichtigsten Aufgaben des indischen Proletariats und der maoistischen Kräfte in Indien, sich enger mit den Völkern Südasiens zu verbinden, um die expansionistischen Vorstellungen der indischen Expansionisten zusammen mit denen der Imperialisten bloßzulegen, zu bekämpfen und zu besiegen.

19. Es gibt vier große Widersprüche in unserem Land:

(i) Widerspruch zwischen Imperialismus und indischem Volk;

(ii) Widerspruch zwischen Feudalismus und den breiten Menschenmassen;

(iii) Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit;

(iv) Widerspruch innerhalb der herrschenden Klassen.

Unter diesen vier großen Widersprüchen sind die ersten beiden Widersprüche Hauptwidersprüche. Diese beiden Widersprüche müssen während der aktuellen Etappe der Neuen Demokratischen Revolution aufgelöst werden. Diese beiden Widersprüche spielen auch die Haupt- oder dominante Rolle beim Aufstellen der gesamten Strategie für die aktuelle Etappe der indischen Revolution.

Von diesen beiden Hauptwidersprüchen ist der zweite Widerspruch, das ist der Widerspruch zwischen Feudalismus und breiten Massen, momentan der erste Widerspruch. Während des Prozesses der Behebung dieses Widerspruchs durch die bewaffnete agrarische Revolution, welche die Achse der Neuen Demokratischen Revolution ist, das ist, des langandauernden Volkskriegs, wird die Auflösung anderer Widersprüche ermöglicht. Neben dieser beiden Hauptwidersprüche spielen die beiden anderen großen Widersprüche heute auch eine wichtige Rolle beim Bestimmen der strategischen und taktischen Methoden für die Neue Demokratische Revolution Indiens.

Neben diesen großen Widersprüchen gibt es auch einige andere Widersprüche, die behoben werden müssen als untergeordneter Teil der Auflösung der Haupt- oder großen Widersprüche.

20. Indien ist ein multinationales, multilinguales Land, das viele Kulturen umfasst. Diese Nationalitäten und Stämme gehen durch verschiedene Stufen ihrer Entwicklung. Was die Nationalitätsfrage angeht, hat der Imperialismus immer die Strategie angewandt, die entwickelten Nationalitäten als sein Instrument zu verwenden, um die Entwicklung der anderen unentwickelten oder sich entwickelnden Nationalitäten zu bremsen, und um ihre Identität zu vernichten und somit seine Ausbeutung und Unterdrückung aufrecht zu erhalten. Auch in Indien hatten die herrschenden Klassen, dem Imperialismus dienend, das Land in ein Gefängnis-gebäude der Nationalitäten umgewandelt unter dem sogenannten Slogan von “Einheit und Integrität“ des Landes. In einem solchen Kontext heben heute die Nationalitätskämpfe in diversen Teilen des Landes an, dabei nehmen sie diverse Formen an, inklusive des bewaffneten Kampfes. Die Kämpfe der Kashmiri, Naga, Assamese, Manipuri und anderer Nationalitäten in der nordöstlichen Region laufen bereits jetzt in bewaffneter Form. Die Menschen dieser unterdrückten Nationalitäten kämpfen nicht nur für ihre Identität, sondern auch aus dem angemessenen Grund, um ihr ehrenvolles Recht auf Selbstbestimmung zu erreichen, inklusive des Rechts auf Abtrennung und der Forderung nach Abtrennung.

Bei der Nationalitätsfrage handelt es sich, in der abschließenden Analyse, um eine Klassenfrage. In diesem Licht betrachtet können die Nationalitätskämpfe echte Befreiung nur als Teil des größeren Kampfes erzielen, der sich gegen die indischen herrschenden Klassen richtet und gegen die imperialistischen Räuber, der voran-getrieben wird unter der Führung des Proletariats, in Richtung der Vollendung der Neuen Demokratischen Revolution. Unsere Partei muss diese Nationalitätskämpfe eindeutig unterstützen. Sie muss sich auch entschieden gegen den teuflischen Versuch der indischen herrschenden Klassen stellen, diese Bewegungen mit ihrer militärischen Macht zu unterdrücken. Sie muss sich auch gegen die Versuche der indischen herrschenden Klassen stellen, den Nationalitäten Hindi und Englisch oder irgendeine andere Sprache einseitig aufzuerlegen. Das Recht auf Selbstbestimmung inklusive und bis zum Recht auf Abtrennung muss fest hoch gehalten und unter allen Umständen hervorgehoben werden. Unsere Partei muss auch den Standpunkt hochhalten und hervorheben, dass die endgültige und wirkliche Lösung der Nationalitätsfrage in der Etablierung einer neuen Föderation demokratischer Volksrepubliken liegt, nachdem der aktuelle zentralisierte Staatsapparat komplett zerschlagen wurde, der die Interessen des Imperialismus und Feudalismus repräsentiert und schützt.

21. Das verdammenswerte Kastensystem und der Kasteismus, insbesondere der brahmanische Kasteismus, sind ein spezielles Element des semifeudalen Systems, das in Indien vorherrscht. Das widerwärtige Kastensystem und der Kasteismus, der von den herrschenden Klassen seit Jahrtausenden aufrecht erhalten wird, sind eine spezielle Form sozialer Unterdrückung und Ausbeutung, welche die unterdrückten Kasten des Landes betrifft. Kasteismus bricht den Selbstrespekt der Individuen, behandelt sie als minderwertig und erschafft eine soziale Hierarchie, in der auf jeder Stufe der Leiter auf die anderen herabgeschaut wird. Er ist eine solche Waffe, die sowohl von den indischen herrschenden Klassen als auch von den Imperialisten benutzt wird, um die armen und unterdrückten Menschen zu spalten. Die Mehrheit der unterdrückten Kasten ist arm und sieht sich zusätzlich zur Klassenunterdrückung akuter Kastenunterdrücken ausgesetzt. Kasteismus wird benutzt, um tatsächliche Kämpfe, die sich gegen Imperialismus, Feudalismus und comprador bürokratischen Kapitalismus richten, entgleisen zu lassen.

Dalits sind auf dem niedrigsten Rang dieser kasteistischen Leiter und sind akuter sozialer Unterdrückung von allen sozialen Kategorien über ihnen ausgesetzt, insbesondere von den feudalen Kräften. Die unmenschliche Praxis der Unberührbarkeit findet weiterhin statt und wird aufrecht erhalten. Dementsprechend werden Dalits als Bürger zweiter Klasse behandelt. Sogar heute sind 90 bis 95% von ihnen entweder landlose oder arme Bauern oder Dorfarbeiter.

Sogar heute werden ihre uralten Kämpfe gegen feudale Unterdrückung und für gesellschaftliche Gleichstellung angegriffen, und Dalits sind Opfer dieser teuflischen Angriffe von feudalen und fundamentalistischen Hindutva Kräften geworden, die von den herrschenden Klassen und ihrem Staatsapparat beschirmt werden. Diese Angriffe manifestieren sich in der Form von Massakern und massenweisen Gruppen-vergewaltigungen.

Obwohl die Dalitfrage im Wesentlichen eine Klassenfrage ist, sollte die Partei den Kampf gegen Kastenunterdrückung gegen Dalits und andere rückständige Kasten als Teil der Neuen Demokratischen Revolution führen, und für ihren gleichgestellten Platz in allen Sphären des sozialen Lebens kämpfen, durch die Bekämpfung aller Formen von Kastendiskriminierung und –unterdrückung, hin zur Abschaffung des Kastensystems.

Die Partei muss für gleiche Rechte, Reservierungen und andere spezielle Privilegien für Dalits und andere rückständige Kasten kämpfen. Gleichzeitig müssen wir die Hohlheit der Politik der Parteien der herrschenden Klassen und des Staates bei diesen Themen bloßlegen. Wir müssen auch die opportunistischen Dalit Führer bloßstellen, die sich ihr eigenes gewähltes Vermögen aufbauen im Namen der Vertretung von Dalit Themen. Wir müssen die Kämpfe gegen alle Formen von Gewalt und Diskriminierung gegen Dalits aus unseren eigenen Klassenorganisationen initiieren und führen. Es ist auch dringend notwendig, Organisationen zum Kampf gegen die Unberührbarkeit aufzubauen, gegen Kastendiskriminierung und für die Ausrottung des Kastensystems als Teil der Neuen Demokratischen Umwandlung der Gesellschaft. Die Partei muss auch den Kampf gegen Kasteismus und Unberührbarkeit in den politischen, ideologischen und kulturellen Sphären führen, bis kasteistisches Denken komplett ausgerottet ist.

22. Seit dem Aufkommen einer in Klassen unterteilten Gesellschaft sind Frauen zu den Opfern sozialer, ökonomischer, kultureller und politischer Diskriminierung und vieler Arten von Deprivation geworden. Diese widerlichen Traditionen bestehen, im Großen und Ganzen, weiterhin, das heißt Kastensystem, Mitgift, Kinderheirat, Witwensystem, devadasi etc. Frauen machen die Hälfte der Bevölkerung unseres Landes aus und sind dabei der männlichen Dominierung und Unterdrückung ausgesetzt durch patriarchale Institutionen wie Familie, Religion, Kastensystem, Eigentumsverhältnisse und Kultur, zusätzlich zu der imperialistischen feudalen Ausbeutung und Unterdrückung. Obgleich sie rechtlich den Anspruch haben Eigentum zu besitzen, hat dieses Recht sich in der tatsächlichen Praxis als ein Trug bewiesen. Obwohl Frauen immer mehr in die Produktionssphäre gekommen sind, gehören sie zu den am schlechtesten bezahlten und werden beschränkt auf geschlechtsbasierte Berufstätigkeiten, neben Belästigungen aller Art am Arbeitsplatz. Sexuelle Belästigung und Gewalttätigkeiten gegen Frauen sind in den letzten Jahren gestiegen, insbesondere wegen der imperialistischen Globalisierung, der Liberalisierung und des Konsumerismus. Überdies hat sich der Anteil von Frauen gegenüber Männern verringert wegen der diskriminierenden Praktiken gegen Frauen, die aus der patriarchalen Ideologie entspringen. Die Versuche der herrschenden Klassen, Kommunalismus und Fundamentalismus, insbesondere Hindu Fundamentalismus, zu schüren, haben die Leiden der Frauen weiter intensiviert. Vergewaltigung wird als eine Waffe benutzt, um der rechtmäßigen Behauptung von Frauen entgegenzuwirken. Diese Waffe wird auch vom Staat benutzt als widerwärtigste repressive Maßnahme gegen die Frauen, die in verschiedenen Kämpfen hervortreten. Private Armeen der feudalen Kräfte, gestärkt von verschiedenen Parteien der herrschenden Klassen inklusive des Staates, benutzen auch die Waffe der Vergewaltigung als teuflische Methode der Unterdrückung.

‚Frauen halten den halben Himmel‘. Ohne die aufgestaute Wut der Frauen als eine mächtige Kraft der Revolution zu entfesseln, ist ein Sieg in der Revolution unmöglich. Es ist ein Grund zum Stolz, dass die Frauenmassen, insbesondere unter den armen und landlosen Bauern, immer mehr hervortreten, um eine aktive und manchmal erstrangige Rolle anzunehmen beim Vorantreiben der bewaffneten agrarischen Revolution. Somit ist die Mobilisierung von Frauen für das Voranbringen des Volkskriegs gegen Imperialismus und Feudalismus ein Muss. Neben dem Klassenkampf müssen wir einen Kampf für die gleichen Rechte für Frauen und gleiche Entwicklungsmöglichkeiten führen, in politischen, ökonomischen, ideologischen und kulturellen Sphären. Wahre Gleichheit zwischen Männern und Frauen kann nur im Zuge der Neuen Demokratischen Revolution und ferner im Prozess der sozialistischen Transformation der Gesellschaft als Ganzes realisiert werden. Folglich muss unsere Partei besondere Aufmerksamkeit darauf legen, Frauen wachzurufen, zu mobilisieren, zu organisieren und ihnen zu helfen hervorzutreten, um sich an den diversen laufenden Kämpfen zu beteiligen, insbesondere dem Volkskrieg, und der revolutionären Frauenorganisation. Wir müssen uns auch darauf konzentrieren, standhafte und weitsichtige kommunistische Führer unter ihnen zu entwickeln.

23. In Indien herrscht, unter dem trügerischen Namen und Mantel des Säkularismus, der Hindu Kommunalismus vor. Fast alle Parteien der herrschenden Klassen benutzen weiterhin den Staatsapparat, um diesen Kommunalismus zu schüren. Die pro-Hindu Neigung des indischen Staates wird bei manchen Gelegenheiten offen ausgedrückt. Dieser Kommunalismus ist benutzt worden, um die Idee, ein Inder sei gleichbedeutend mit einem Hindu, zu bewerben und zu propagieren, und so religiöse Minderheiten direkt zu zweitrangigen / zweitklassigen Bürgern zu machen. Dieser Kommunalismus ist nicht nur gegen religiöse und andere Minderheiten gerichtet, sondern auch gegen die Dalit Bereiche der Gesellschaft inklusive Adivasi und Frauen. Dieser Kommunalismus wird auch benutzt, um Brahmanismus, nationalen Chauvinismus, Kasteismus und patriarchale Mentalität zu schüren.

Die religiösen Minderheiten machen 15% der indischen Bevölkerung aus. Sie sind Opfer von Diskriminierung, Belästigung und grausamer Unterdrückung, verübt von den herrschenden Klassen durch das Schüren des Hindu Kommunalismus, wofür sie sogar ihren Staatsapparat benutzen. Die hinduistischen faschistischen Gangs organisieren recht häufig gegen Minderheiten gerichtete Pogrome auf systematische Art und Weise, um das kommunalistische Konzept des Hindutva zu verhängen. Der Hauptfokus dieser Angriffe sind die Muslime gewesen. Die herrschenden Klassen haben den Hindu Kommunalismus als effektives Werkzeug benutzt, um die arbeitenden Menschen aus religiösen Gründen zu spalten. Der Hindu Kommunalismus hat sich als ein wichtiger ideologischer und politischer Pfahl herausgestellt für die Etablierung von Faschismus im Land.

Die Partei sollte sich der wachsenden Gefahr dieser Hindu fundamentalistischen Kräfte entgegenstellen, sie bloßlegen und bekämpfen, ideologisch und politisch, und sie sollte auch auf lokaler Ebene unter Verwendung aller angemessenen Mittel gegen sie kämpfen. Gleichzeitig müssen wir auch weiterhin den Fundamentalismus anderer Religionen bloßlegen. Aber wir müssen uns klar sein, dass die wahre Absicht der Häuptlinge der Hindu fundamentalistischen Kräfte darin besteht, zu spalten und die Aufmerksamkeit der Menschen von ihren wachsenden Aufwallungen abzulenken, und so ihr Klassenbewusstsein abzustumpfen. Also muss die Partei damit weitermachen, ihre Aufmerksamkeit auf das Voranbringen des aktuellen Klassenkampfes zu fokussieren, das ist, der langandauernde Volkskrieg, der dieser Gefahr endlich ein Ende machen wird.

24. Ungefähr 8% der Bevölkerung Indiens bestehen aus Adivasi oder Stämmen. Ihre Wirtschaft, ihr soziales System und ihre kulturellen Charakteristiken unterscheiden sich signifikant von denen des Rests der Bevölkerung. Die meisten Adivasi sind im Prozess, sich als Nationalitäten zu entwickeln, und die überwältigende Mehrheit von ihnen sind die am meisten unterdrückten Sektionen der indischen Gesellschaft. Der großen Mehrheit der Adivasi ist ihr Land lange vorenthalten worden, genau wie andere traditionelle Mittel zum Lebensunterhalt, ohne ihnen irgendeine Alternative zu bieten. Die Produkte des Waldes und mineralische Ressourcen, die traditionell in ihrem Besitz waren, werden ihnen mit Gewalt weggenommen von den Imperialisten, den CBB, den feudalen Klassen, Unternehmern, Geldverleihern und Wucherern, skrupellosen Händler, Bürokraten und anderen Ausbeutern hauptsächlich von außen, was zur Auflösung ihrer traditionellen Wirtschaft führt. Die Minen, Steinbrüche, andere industrielle Aktivitäten und das Aufbauen großer Dämme zerstörte die Leben und Lebensgrundlagen der Adivasi. Darüberhinauswurdensiesozial, kulturell und politischvernachlässigt.

Wir müssen so spezielle Politiken entwerfen, mit denen wir aktiv die große Mehrheit dieser Bereiche in die Hauptströmung der Neuen Demokratischen Revolution einbeziehen können. Insbesondere bleibt es langfristige Notwendigkeit für die Partei, den Adivasi Gebieten besondere Aufmerksamkeit zu widmen, wegen der völligen Vernachlässigung dieser Gebiete durch die herrschenden Klassen und auch wegen ihrer strategischen Wichtigkeit. Damit einhergehend müssen wir starke Anstrengungen machen, Soldaten und Führer der Revolution unter ihnen vorzubereiten, mit Blick auf die glorreiche Tradition der Kontinuität ihrer antiimperialistischen und antifeudalen Kämpfe.

Es ist unsere Aufgabe, sie auf der Basis ihrer politischen, ökonomischen, sozialen, linguistischen und erzieherischen Themen zu organisieren, indem wir ihnen politische Autonomie sichern. Es ist auch unsere Aufgabe, ihre Kämpfe auf solch eine Art zu führen, dass sie ihre vollständige Emanzipation im wahrsten Sinne des Wortes erreichen können.

25. Der semikoloniale, semifeudale Charakter der indischen Gesellschaft bedingt, dass die indische Revolution zwei Stufen passieren muss. Die Aufgabe der ersten Stufe ist es, die semikoloniale, semifeudale Gesellschaft zu einer unabhängigen Neuen Demokratischen Gesellschaft zu machen, durch die Auflösung der beiden Hauptwidersprüche der gegenwärtigen indischen Gesellschaft, d.h. der Widerspruch zwischen dem indischen Volk und dem Imperialismus und der Widerspruch zwischen den breiten Massen und dem Feudalismus. In Kontinuität dazu ist die Aufgabe der zweiten Stufe, das sozialistische System zu etablieren und die Revolution weiterzuführen, die auf den Kommunismus auf globaler Ebene zuführt. Die erste Stufe ist die Vorbedingung für die zweite Stufe. Indien wird die sozialistische Stufe durch die Vollendung der demokratischen Revolution erreichen.

Unser soziales System determiniert die Stufe unserer Revolution. Unser Land ist auf der Stufe der Demokratischen Revolution, deren Achse und Inhalt die agrarische Revolution ist. Da die proletarische Klasse sie anführt, deswegen, ist es nicht die Demokratische Revolution alten Typs, sondern es ist der neue Typ demokratischer Revolution, d.i., Neue Demokratische Revolution. Diese Revolution ist Teil der proletarischen Weltrevolution, die mit der Großen Oktoberrevolution in Russland begonnen hat. Diese Revolution öffnet, auf der einen Seite, den Pfad für den Kapitalismus zu einem gewissen Grad; auf der anderen Seite reguliert sie ihn auch und baut die notwendigen Bedingungen für den Sozialismus auf.

Die Ziele unserer Revolution sind der Imperialismus, der comprador bürokratische Kapitalismus und der Feudalismus. Diese drei Berge wiegen schwer auf dem Rücken unseres Volkes. Diese drei Feinde haben die politische, ökonomische und kulturelle Entwicklung unseres Landes und unseres Volkes blockiert. Deswegen ist das sofortige Basisprogramm für die politischen Repräsentanten des indischen Proletariats und seine Vorhut – die kommunistische Partei – die semikoloniale, semifeudale Herrschaft der großen Landlord und comprador bürokratisch bourgeoisen Klassen, sowie den Imperialismus, der sie stützt, durch bewaffneten Kampf zu stürzen und den demokratischen Staat des Volkes unter der Führung des Proletariats – den Neuen Demokratischen Staat – anstelle dessen zu etablieren; durch zerschlagen des reaktionären autokratischen Staates. Dieser neue demokratische Staat wird die demokratische Diktatur des Volkes sein, ausgeübt von der vereinigten Front, die das Proletariat, Bauernschaft, Kleinbürgertum und die nationale Bourgeoisie umfasst, unter der Führung des Proletariats, auf der Basis der Arbeiter-Bauern Allianz. Dieser Staat wird echte Demokratie für die große Mehrheit der Menschen garantieren, während er Diktatur ausübt über die winzige Minderheit der Ausbeuter. Das Mindestprogramm unserer Partei ist es, Sozialismus zu etablieren durch die Vollendung der Neuen Demokratischen Revolution, und das äußerste Programm ist es, Kommunismus auf einer globalen Ebene zu etablieren.

Da Indien semikolonial und semifeudal ist, gibt es weder wirkliche Unabhängigkeit noch Demokratie. Deswegen wird diese Neue Demokratische Revolution nationale Unabhängigkeit bringen, indem sie die imperialistische Sklaverei, Ausbeutung und Kontrolle entwurzelt, und sie wird die Demokratie des Volkes etablieren, indem sie die feudale Autokratie entwurzelt. Tatsächlich sind der Kampf für nationale Befreiung, der den Imperialismus entwurzelt, und der Kampf für Demokratie, der den Feudalismus entwurzelt, das heißt die nationale und demokratische Aufgabe, eng verbunden und miteinander verflochten. Da Feudalismus die Stütze des Imperialismus ist, ist der antifeudale Kampf gleichzeitig auch ein antiimperialistischer Kampf. Das bedeutet nicht, dass es keine Notwendigkeit gibt, antiimperialistische Kämpfe separat aufzubauen. Diese Revolution wird eine freie, unabhängige und sich entwickelnde Neue Demokratische Wirtschaft an Stele der semikolonialen semifeudalen Wirtschaft etablieren, welche die Grundlage für sozialistische Wirtschaft sein wird.

26. Heute dominiert die scheußliche, verfaulte, antidemokratische, unmenschliche, widerwärtige semikoloniale und semifeudale Kultur alle Bereiche unseres Lebens. Hass auf Arbeiter, Patriarchat, Aberglaube, Autokratie, imperialistische Sklaverei, nationaler Chauvinismus, Kommunalismus, Kasteismus, blinde Gier, Egoismus, konsumeristische Kultur und eine pervertierte um Sex kreisende Ideologie und Kultur werden propagiert und in riesigem Ausmaße von Imperialisten und ihren compradors durch ihre Propagandamaschine aufgezwungen. Sie fördern auch feudale Kultur, was vor allen die brahmanische kastenbasierte Kultur der tief eingeprägten Überlegenheit ist. Sie drückt ihren Stempel fast allen Aspekten der sozialen Interaktion und des Denkens auf, von der Einstellung zur Arbeit, Frauen, unterdrückten Kasten, anderen Gemeinschaften, Heiratsnormen, Geburt, Tod, Sprache bis zu diversen Kastensymbolen. Religiöser Fanatismus und antiwissenschaftliche Ideen werden energisch angefacht. Damit einhergehend Revisionismus, Reformismus und Ökonomismus – all diese Ideen werden hochgehalten und massiv propagiert, um den revolutionären Bewegungen entgegen zu wirken und sie zu behindern.

Die Partei wird alle diese imperialistischen und feudalen Ideologien und Kulturen bloßstellen müssen und wird auch unbarmherzig gegen sie kämpfen müssen. Sie sollte die neue demokratische und sozialistische Kultur als eine Alternative zu den Menschen führen. Die Neue Demokratische Revolution wird die imperialistische und feudale Ideologie und Kultur zerschlagen und die neue demokratische Kultur etablieren, und wird gleichzeitig auch die Fahne der sozialistischen Ideologie hochhalten.

Diese Ideologie und Kultur werden von der großen Ideologie des Proletariats, das ist, vom Marxismus-Leninismus-Maoismus, geführt werden. Diese Kultur wird ihre internationale Solidarität mit den laufenden revolutionären Kämpfen für nationale Befreiung, Demokratie und Sozialismus auf der ganzen Welt ausdrücken, indem sie sich mit ihnen in ihrem Kampf für die demokratische und sozialistische Kultur der Menschen vereint. Sie wird alle Arten revisionistischer Ideologie besiegen und die rote Fahne der wissenschaftlichsten und meist entwickelten Ideologie des Marxismus-Leninismus-Maoismus hochhalten.

27. In unserem Land wurde das parlamentarische System vom Britischen Imperialismus von oben eingeführt. Darüber hinaus ist die bourgeoise demokratische Revolution hier auch nie vollendet worden. Also ist hier nie eine bourgeoise Demokratie entstanden. Extreme Rückständigkeit, Armut und Analphabetismus sowie ungleiche soziale, ökonomische und politische Bedingungen existieren weiterhin. Vor diesem Hintergrund ist das parlamentarische System ein gänzlicher Schwindel im irreführenden Namen der ‚größten Demokratie der Welt‘, wohingegen all die Institutionen wie Parlament, gesetzgebende Versammlungen, Exekutivräte (inklusive der sogenannten panchayati raj) eine dünne Hülle für die autokratische Herrschaft sind, welche die Diktatur der comprador bürokratischen Bourgeoisie und der feudalen Klassen repräsentiert, die dem Imperialismus unterwürfig sind.

Tatsächlich kann keine brauchbare Lösung für die fundamentalen Probleme der Menschen durch die Nutzung irgendeiner parlamentarischen Institution gefunden werden. Daneben hat die Erfahrung der letzten 55 Jahre die Tatsache reichlich bestätigt, dass wer auch immer versucht hat an den Wahlen teilzunehmen im Namen der Taktik, sie zu benutzen, die meisten von ihnen versanken früher oder später im Schlamm des parlamentarischen Systems und des Revisionismus. Heute stehen all die parlamentarischen Institutionen und das parlamentarische System selbst, inklusive all der parlamentarischen Parteien der herrschenden Klassen, bl0ßgestellter denn je vor den Menschen. Also ist jede Idee, es bloßzustellen, indem man es benutzt, selbst eine Illusion.

De facto ist die Taktik, an Wahlen teilzunehmen, um sie zu benutzen, gleichbedeutend damit, sich von der Aufgabe abzuwenden, den bewaffneten Kampf aufzubauen und voranzubringen. Die Realität sieht so aus, dass ohne die politische Macht des Volkes alles Illusion ist. Die politische Macht des Volkes kann nur durch den Weg des langandauernden Volkskrieges etabliert und vorangebracht werden. Der parlamentarische Weg und die Teilnahme an Wahlen sind in den konkreten Bedingungen Indiens gänzlich unvereinbar mit dem langandauernden Volkskrieg. Sogar das Voranbringen des richtigen politischen Bewusstseins der Menschen ist eng damit verbunden. Mehr noch, die Anhäufung von Kräften, inklusive der Entwicklung und Bolschewisierung der Partei selbst sind untrennbar damit verbunden. Aus diesen Gründen ist der bewaffnete Kampf das ‚Gravitätszentrum‘ der Parteiarbeit, wie Genosse Mao gesagt hat. In diesem allgemeinen Kontext erlangt der Slogan ‚Boykottiert die Wahlen‘, obwohl eine Frage der Taktik, in den konkreten Bedingungen Indiens die Wichtigkeit einer Strategie. Es ist auch korrekt, den Slogan ‚die Wahlen zu boykottieren ist ein demokratisches Recht‘ in einem riesigen Ausmaß zur Sprache erheben.

28. Indien ist ein semikoloniales, semifeudales Land mit ungleicher Entwicklung. Seine riesige Mehrheit ist die Bauernschaft und es gibt riesige rückständige ländliche Gebiete, in denen die Klassenwidersprüche relativ scharf sind, in denen die Demokratie tatsächlich abwesend ist und in denen der Feind und sein Staatsapparat vergleichsweise schwach sind. Unsere Klassenfeinde – Imperialismus, comprador Großbourgeoisie und Feudalismus – haben ihre starken Basen in den Großstädten aufgebaut, wo ihr bewaffneter Staatsapparat sehr stark ist. In einer solchen Situation hat die Partei des Proletariats keine andere Möglichkeit, als den Weg des langandauernden Volkskriegs zu beschreiten, wie in China, um die Revolution zum Sieg voranzutreiben, das heißt die ländlichen Gebiete zuerst zu befreien und dann, nachdem die Basisgebiete ausgedehnt sind – Zentrum der demokratischen Macht in ländlichen Gebieten – durch Einkreisen und Einnehmen der Städte zum landesweiten Sieg voranzuschreiten.

Nur durch das Aufbauen der Volksbefreiungsarmee als bewaffnete Macht des Volkes, durch das Ausdehnen und Entwickeln des bewaffneten agrarischen revolutionären Guerillakriegs können wir die Guerilla Zonen und Basisgebiete in strategisch günstigen Gebieten etablieren. In diesen Gebieten haben wir die riesigen Bauernmassen aufzurütteln, zu organisieren und zu bewaffnen, mit dem grundlegenden Slogan ‚Das Land den Bauern und die politische Macht den revolutionären Volkskomitees!‘

Dafür wird es notwendig sein, den Staatsapparat und alle anderen Zentren der Macht der herrschenden Klassen gründlich zu zerschlagen und die neue demokratische Macht des Volkes auf der Basis einer Arbeiter-Bauern Allianz aufzubauen. Auf diese Art wird unsere Revolution dem Weg der Chinesischen Revolution folgen.

29. Wegen der ausgeprägten sozio-ökonomischen Entwicklung unseres Landes sind urbane Kämpfe auch sehr wichtig, insbesondere die der Arbeiterklasse. Wegen des phänomenalen Wachstums des öffentlichen und privaten Sektors, des Servicesektors und diverser administrativer Ämter nach der Übernahme der Macht, gibt es einen enormen Anstieg der urbanen Bevölkerung, insbesondere der Arbeiterklasse. Die Arbeiterklasse in den organisierten und unorganisierten Sektoren beträgt fast sieben crores [70 Millionen].

Die indische Arbeiterklasse ist einer der ältesten unter denen der unterentwickelten rückständigen Länder. Das industrielle Proletariat entstand in Indien mit der Errichtung von Industrien während der zweiten Hälfte des 19ten Jahrhunderts. Es hat eine glorreiche Geschichte von Kämpfen und einen reichen Erfahrungsschatz an Arbeit in fortschrittlichen wissenschaftlichen und organisierten Industriezweigen. Darüber hinaus ist seine Anzahl sehr gestiegen. Seine Mehrheit kommt aus der Bauernschaft und also haben sie starke Verbindungen und Einfluss aufeinander. Es hat eine reiche Erfahrung im Starten und Führen vieler Kämpfe, inklusive Generalstreiks. Daher haben sie eine beachtliche Stärke, die dem Imperialismus, Feudalismus und der CBB ernsthafte Schläge verpassen kann.

Jedoch, wegen des Verrats und wegen Verschwörungen der revisionistischen Führung verbleibt die Arbeiterklassenbewegung hauptsächlich weiterhin in den Grenzen des Ökonomismus, Reformismus und Legalismus beschränkt. Eine kleine Sektion in der Arbeiterklasse, die Gewerkschaftsbürokraten umfasst, die auch Bestechungsgelder von den Arbeitgebern bekommen, ist auch aufgekommen. Unsere Partei muss sich dem Revisionismus und der revisionistischen Führung sowie verschiedenen Formen von Ökonomismus und Reformismus entgegenstellen, sie bloßstellen und bekämpfen; nur dann kann der fruchtbare Grund zum Einpflanzen echten revolutionären Klassenbewusstseins unter den Arbeitern gelegt werden, und eine mächtige Arbeiterklassenbewegung kann aufgebaut und vorangetrieben werden. Die Arbeiterklasse wird ihre Führung über die Neue Demokratische Revolution durch ihre Partei ausüben. Sie wird ihre führende Rolle spielen, indem sie solch eine Bewegung aufbaut sowie Kämpfe zu verschiedenen lokalen und internationalen Themen los tritt. Sie wird auch militante Aktionen einführen in Solidarität und zur Unterstützung der revolutionären Kämpfe all der anderen unterdrückten Klassen, insbesondere der Bauernkämpfe; und auch ihre klassenbewussten, fortschrittlichen Abteilungen senden, um den bewaffneten Kampf der Bauernschaft in den ländlichen Gebieten zu organisieren und voranzubringen, indem sie der kommunistischen Partei beitritt, die diesen bewaffneten Kampf führt.

Neben der Arbeiterklasse leben eine große Sektion dieser Bevölkerung von städtischen Armen und Kleinbourgeoisie, wie Studenten, Jugend, Intellektuelle, Künstler, kleine Ladenbesitzer und Verkäufer, Professionelle, Mittelklassen-angestellte etc. in den urbanen Gebieten. Ihre Anzahl steigt ebenfalls an. Studenten, Jugend und Intellektuelle haben auch eine reiche Tradition von Kämpfen.

Die Arbeiterklasse und ihre Partei würden sie im Klassenkampf organisieren. Wir sollten eine starke antiimperialistische, antifeudale Bewegung zugunsten der agrarischen Revolution aufbauen. All diese Bewegungen müssten sich direkt oder indirekt in Richtung der agrarischen Revolution orientieren, damit koordiniert sein und sich darin ergänzen, diesem Kampf zu dienen. Der Kampf sollte weiterhin vorwärts gehen durch Koordinieren mit dem bewaffneten agrarischen revolutionären Krieg.

Da wir die großen Städte einnehmen müssen, das ist, die Festungen des Feindes, während der letzten Phase der Neuen Demokratischen Revolution, muss unsere Partei ganz von Anfang an zielorientierte Arbeit in den Städten ausführen. Nur dann können wir diesen Sieg erringen. Es bedeutet, dass wir zuerst ein riesiges und gut verschanztes Untergrundnetzwerk der Partei und auch andere Massenorganisationen unter der Arbeiterklasse und anderen arbeitenden Teilen der Menschen zusammen mit Studenten und Intellektuellen aufbauen müssen. Und wir müssen politische Bewegungen aufbauen. Zweitens müssen wir auch das nötige Netzwerk militärischer Organisationen heimlich aufbauen und dabei entscheidende Schlachten vermeiden, um so unsere Kräfte zu bewahren. Nur durch solch eine zielorientierte Arbeit können wir unsere Kräfte sammeln, stärken und weiterhin konsolidieren und dadurch im gegebenen Laufe der Zeit politische organisatorische und militärische Vorbereitungen in riesigem Ausmaße durchführen. Der wichtigste Aspekt unserer Arbeit in den großen Städten ist, dass sie nicht isoliert ausgeführt werden sollte, und das Prinzip „alles für den Krieg“ zu tun sollte während all unserer Aktivitäten streng an der Spitze gehalten werden.

30. Die Bauernschaft ist die Hauptkraft in der demokratischen Revolution, die unter der Führung des Proletariats durchgeführt wird. Indem sie sich auf die landlosen armen Bauern und landwirtschaftlichen Arbeiter verlässt, wird die Arbeiterkasse sich fest mit den mittleren Bauern verbünden und einen Bereich der reichen Bauern für sich gewinnen, während sie den Rest neutralisiert. Es wird nur ein kleiner Teil der reichen Bauern sein, der sich mit den Feinden der Revolution zusammenschließt. In unserem Land sind die urbane kleinbourgeoise Klasse und revolutionäre Intellektuelle der Mittelklasse revolutionäre Kräfte und ihre große Mehrheit wird zum treuen Verbündeten der Revolution werden. Mittlere Händler und die kleine und mittlere Bourgeoisie, die im Allgemeinen nationale Bourgeoisie sind, sind ein schwankender und einstweiliger Verbündeter der Revolution, die sich ihr zu einem gewissen Grad, und zu bestimmten Zeiten, anschließen werden.

Um die demokratische Revolution bis zum Sieg voranzubringen ist es nötig eine vereinigte Front zu bilden, die all diese Klassen umfasst, das ist die Vierklassen Vereinigte Front – die Arbeiterklasse, Bauernschaft, Kleinbourgeoisie und nationale Bourgeoisie – unter der Führung der Arbeiterklasse basierend auf der Arbeiter-Bauern Allianz. Sie sollte all die unterdrückten Nationalitäten, verfolgten religiösen Minderheiten und anderen unterdrückten sozialen Gruppen vereinen im Zuge des Vorantreibens des bewaffneten Kampfes zum Ergreifen der politischen Macht.

31. In Indien führten die wahren revolutionären Kräfte, welche die revolutionären Ränge ausmachen, ihren Kampf gegen die opportunistische, irrige und die revisionistischen Linien und den Verrat der dominanten Führung der CPI fort, und danach der CPI (M), von Anfang an. Doch während der späten 50er und 60er nahm dieser Kampf eine komplett neue Dimension an. Die Große Debatte gegen modernen Revisionismus, die von der CPC, geführt von Genosse Mao Tse-Tung, geführt wurde, markierte diesen Neubeginn. So weit wie diese Große Debatte sich weiter und weiter intensivierte und schließlich in der erderzitternden Großen Proletarischen Kulturrevolution kulminierte, so intensivierte sich auch dieser Kampf weiter und weiter in Richtung Bruchgrenze. Der Beginn der Großen Proletarischen Kulturrevolution bewies sich als ein neuer Wendepunkt in diesem Prozess. Unter dem direkten Einfluss dieses Prozesses begannen die Kräfte, die den Kampf gegen den Revisionismus der damaligen Führung der CPI, und dann CPI (M), repräsentierten, Marxismus-Leninismus-Mao Tse-tungs Gedanken, jetzt Maoismus, hochzuhalten und aufzunehmen, sowohl in der Theorie als auch, vor allem, in ihrer revolutionären Praxis. Dadurch kamen eine große Anzahl an maoistischen Kräften inklusive der herausragendsten und erstrangigsten Führer wie Genosse C.M. und K.C. auf, die das 7te Kongressprogramm der CPI (M) als revisionistisch verurteilten. Die große Naxalbari Revolte unter der Führung des Genossen Charu Majumdar im Mai 1967 bewies sich als ein Fanfarenstoß des „Frühlingsgewitters über Indien“. Danach nahm die Geschichte der kommunistischen Bewegung eine qualitativ neuartige Wende. Daneben, dass endlich mit dem Revisionismus gebrochen und er großartig bloßgestellt wurde, zeichnete sie sich aus durch die erste bewusste Anwendung von M-L-M und das Ergreifen der politischen Macht auch auf dem indischen Subkontinent durch den scheinenden Pfad des langandauernden Volkskriegs, der bereits erhellt wurde durch den Genossen Mao Tse-Tung.

Obwohl die Bewegung einen zeitweiligen Rückschlag erlitt, begann sie einmal mehr voranzurücken unter der Führung der CPI (ML) und des MCC, durchlief mehrere Aufs und Abs, lernte von der Vergangenheit, und widerstand tapfer der Repression des Feindes. Diese beiden Strömungen der maoistischen revolutionären Kräfte führte das Erbe von allem, was in der indischen kommunistischen Bewegung revolutionär ist, fort, indem sie auf einer korrekten revolutionären Linie basierten und einen unerbittlichen Kampf gegen den Revisionismus verschiedener Nuancen führten.

Die neue Partei – CPI (Maoist) – als die konsolidierte Vorhut des indischen Proletariats, wird die Neue Demokratische Revolution in Indien zum Sieg führen und wird bis zur Schaffung von Sozialismus und Kommunismus auf globaler Ebene durchhalten.

32. Um einen Sieg in der Revolution zu erringen sind dies die drei magischen Waffen, die von Anfang an Schritt für Schritt aufgebaut und gestärkt werden müssen.

(i) Eine starke revolutionäre Partei basierend auf Marxismus-Leninismus-Maoismus als ihrer führenden ideologischen Basis in jeder Hinsicht; die gut diszipliniert und durch revolutionären Stil und Methode aufgebaut ist; die auf demokratischem Zentralismus basiert; die die Theorie mit Praxis verbindet; Kritik und Selbstkritik praktiziert; eng mit den Massen verbunden ist und sich fest auf sie verlässt; und die fest für die Klassenlinie, Massenlinie und den bewaffneten Kampf steht.

(ii) Eine starke und gut disziplinierte Volksarmee unter der Führung einer solchen Partei; hauptsächlich wird unsere Volksarmee durch die bewaffnete agrarische Revolution vor allem aus den landlosen armen Bauern, landwirtschaftlichen Arbeitern und der Arbeiterklasse aufgebaut.

(iii) Eine vereinigte Front aller revolutionärer Klassen unter der Führung des Proletariats basierend auf der Arbeiter-Bauern Allianz und auf dem generellen Programm der Demokratischen Revolution des Volkes. Diese vereinigte Front wird im Zuge des Voranbringens des bewaffneten Kampfes und für das Ergreifen der politischen Macht durch den bewaffneten Kampf aufgebaut werden.

33. Die Avantgarde der indischen proletarischen Klasse, die revolutionäre kommunistische Partei Indiens, CPI (Maoist), steht für den proletarischen Internationalismus. Revisionismus, insbesondere Opportunismus des rechten Flügels, ist heute die Hauptgefahr für die proletarische Weltrevolution und für die internationale kommunistische Bewegung. Man kann sich in keinem Land einen einzigen Schritt in Richtung Revolution bewegen ohne ihn zu bekämpfen und zu besiegen. Also muss das indische Proletariat sowohl gegen rechten als auch gegen „linken“ Opportunismus kämpfen durch das Vorantreiben des Klassenkampfes und des revolutionären Krieges. Die Partei, die von den vergangenen Revolutionen lernt, und später von der Restauration des Kapitalismus in Russland und China, muss die Wichtigkeit der modernsten Erfahrungen aus der Großen Proletarischen Kulturrevolution hochhalten, insbesondere im Kampf gegen Revisionismus. Also muss sie eine Einheit aufbauen mit all den wahren marxistisch-leninistisch-maoistischen Parteien, Gruppen und Kräften in der heutigen Welt. Sie muss auch eine Einheit schaffen zwischen Proletariat, unterdrückten Nationen und unterdrückten Völkern der ganzen Welt. Indem sie sich mit ihnen vereint und durch die Praxis, voneinander zu lernen, bildet sie einen Teil des globalen Kampfes, um den Imperialismus und konterrevolutionäre Kräfte von der Welt zu eliminieren.

34. Der demokratische Staat des Volkes wird die folgenden Aufgaben ausführen:

(i) Er wird all die Banken, Geschäftsunternehmen und Betriebe imperialistischen Kapitals konfiszieren und alle imperialistischen Schulden aufheben. Er wird alle ungleichen Verträge und Abkommen mit imperialistischen Ländern für null und nichtig erklären.

(ii) Dieser Staat wird alles Unternehmenskapital und bewegliche und unbewegliche Eigentümer der comprador bürokratischen Bourgeoisie konfiszieren. Auf der Basis des Prinzips, Kapital zu kontrollieren, wird der Staat die Autorität und Verwaltung über all die Industrie- und Handelsmonopole übernehmen müssen. Der Neue Demokratische Staat wird sich keine anderen persönlichen Eigentümer aneignen und wird nicht die Entwicklung kapitalistischer Produktion behindern, welche keine Macht haben wird, das öffentliche Leben zu kontrollieren.

(iii) Er wird alles Land konfiszieren, das Land Lords oder religiösen Institutionen gehört und wird es umverteilen unter den landlosen armen Bauern und landwirtschaftlichen Arbeitern, nach dem Slogan ‚Das Land den Bauern‘. Er wird gleiche Rechte auf Land für Frauen garantieren. Er wird alle Schulden der mittleren Bauern und anderer arbeitenden Menschen aufheben, zusammen mit diesen Klassen. Er wird alle Ausstattungen für das Wachstum der Landwirtschaft garantieren; wird lohnende Preise für landwirtschaftliche Produkte zusichern und die Entwicklung landwirtschaftlicher Kooperationen, wo immer es möglich ist, fördern und ermutigen. Indem er so die Landwirtschaft als Grundlage nimmt, wird er voranschreiten zum Aufbau einer starken industriellen Wirtschaft.

Damit einhergehend wird er ein Ende machen mit der Ausbeutung durch Wucherer, Unternehmer und Händler; die Kooperativen ermutigen, den Menschen das nötige Kapital zur Verfügung zu stellen; und die Kontrolle über Handel und Geschäft übernehmen.

(iv) Der Staat wird die ökologische Balance und Umweltnormen garantieren, während er die industrielle Wirtschaft des Landes entwickelt.

(v) Er wird kleine Industrien schützen, mittlere Industrien beschränken und regulieren, das ist, die Industrie der national bourgeoisen Klasse, dem Wachstum der Heimarbeit und Handwerkskunst durch die Entwicklung von Kooperativen helfen und die Bedingungen für Handwerker, Arbeiter und Künstler verbessern.

(vi) Er wird allen schweren Steuern und diversen Abzahlungen ein Ende machen, das gegenwärtige Steuersystem abschaffen und ein gut systematisiertes, simples und progressives Steuersystem durchsetzen.

(vii) Dieser Staat wird den Sechs-Stunden-Arbeitstag durchsetzen, Stundenlöhne erhöhen, das Leiharbeitssystem und Kinderarbeit abschaffen, soziale Sicherheit und sichere Arbeitsbedingungen bieten und Lohndiskriminierung auf Geschlechtsbasis abschaffen, indem er gleichen Lohn für gleiche Arbeit garantiert.

(viii) Er wird das Recht auf Arbeit als fundamentales Recht zusichern und zur Eliminierung von Arbeitslosigkeit vorrücken. Dieser Staat wird die Arbeitslosenhilfe und Sozialversicherung durchsetzen und wird bessere Lebensbedingungen für die Menschen gewährleisten.

(ix) Durch die Verteilung von Land auf der Basis von ‚das Land den Bauern‘ und mit der neuen Macht, geführt von landlosen und armen Bauern (wovon ein großer Teil Dalits, Adivasi und andere unterdrückte Kasten sein werden) wird er den Prozess initiieren, das Kastensystem auszurotten. Er wird Kastendiskriminierung und –ungleichheit abschaffen und wird sich auf die komplette Eliminierung von Unberührbarkeit und des Kastensystems als Ganzes zubewegen. Bis dahin wird er spezielle Privilegien inklusive staatlicher Zuteilungen für die Anhebung von Dalits und allen sozial unterdrückten Kasten gewährleisten.

(x) Er wird sich auf die Abschaffung aller Arten von Diskriminierung gegen Frauen zubewegen und wird sich anstrengen, männliche Dominierung und Patriarchat zu beenden. Dieser Staat wird Frauen von der Beschränkung auf Hausarbeit befreien und wird ihre Partizipation in der sozialen Produktion und anderen Aktivitäten zusichern. Der Staat wird öffentliche Wäschereien, Krippen und öffentliche Küchen betreiben. Er wird die gleichen Eigentums-rechte für Frauen garantieren. Er wird spezielle Politiken befördern für die schnelle Aufhebung von Ungleichheiten, die von Frauen erlitten werden. Er wird spezielle Privilegien inklusive staatlicher Zuteilungen für die Anhebung von Frauen gewährleisten. Er wird Frauen rehabilitieren, die in der Prostitution angestellt sind, und ihnen soziale Anerkennung bieten.

(xi) Der Staat garantiert freie Bildung, Krankenpflege, Gesundheitspflege, und die Sicherheit aller Kinder. Auch wird der Staat sich bemühen zu gewährleisten, dass die Kinder in einer demokratischen Umwelt aufgezogen werden.

(xii) Dieser Staat wird allen Adivasi Gemeinschaften diverse Formen der Autonomie für ihre vollständige Entwicklung zusichern und entsprechend spezielle Politiken ausüben.

(xiii) Er wird das Land auf der Basis gleicher Würde der Nationalitäten vereinen und dabei ihr Recht auf Selbstbestimmung, inklusive des Rechts auf Abtrennung, anerkennen. Er wird eine freiwillige Union von Demokratischen Föderalen Volksrepubliken von Indien schaffen.

(xiv) Er wird allen sozialen Ungleichheiten, die auf Religion basieren, und der Verfolgung religiöser Minderheiten ein Ende setzen. Er wird spezielle Politiken für ihre sozio-ökonomische Entwicklung ausüben. Er wird den echten Säkularismus des Staates gewährleisten und wird die Nutzung von Religion für politische Zwecke verhindern. Er wird der Einmischung des Staates in religiöse Angelegenheiten ein Ende machen. Er wird die persönliche Freiheit garantieren, Religion zu glauben oder nicht zu glauben. Dieser Staat wird eine wissenschaftliche und rationalistische Anschauung ermutigen, um Aberglauben und blinde Treue auszurotten, und er wird sich allen Arten religiösen Fundamentalismus entgegenstellen.

(xv) Er wird die revolutionäre neue demokratische Kultur anstelle der dekadenten feudalen, kolonialen und imperialistischen Kultur etablieren, und auf dieser Basis den Pfad der sozialistischen Kultur zu erweitern. Er wird seinen Marsch in Richtung Realisierung der kommunistischen Kultur fortsetzen.

(xvi) Er wird das gegenwärtige Bildungssystem abschaffen und an seiner Stelle ein wissenschaftliches demokratisches und sozialistisches Massenbildungs-system für alle einführen, das mit der Produktion verbunden ist in Übereinstimmung mit den Bedarfen des demokratischen Indiens.

(xvii) Der Staat wird den Sprachen aller Nationalitäten gleichen Status einräumen. Er wird bei der Entwicklung von Sprachen ohne Schrift helfen. Er wird keine Sprache anderen Nationalitäten im Namen einer Nationalsprache oder Verbindungssprache oder in irgendeiner anderen Form aufzwängen.

(xviii) Er wird sich auf die Eliminierung regionaler Ungleichgewichte zubewegen durch spezielle Anstrengungen, die rückständigen Regionen zu entwickeln. Er wird die Themen unter den Nationalitäten wie das Teilen von Flusswasser, Staatsgrenzen etc. einvernehmlich lösen.

(xix) Der neue Staat wird die politische Macht des Volkes durch revolutionäre Volkskomitees schaffen, und Volksregierungsräte auf allen Ebenen, entsprechend und auf der Basis einer Demokratischen Volksverfassung. Jeder Bürger, der das Alter von 18 Jahren erreicht, außer den Erzreaktionären, soll das Recht haben zu wählen, gewählt zu werden und die gewählten Repräsentanten auf allen Ebenen abzuberufen. Er wird die demokratischen Rechte für alle Menschen gewährleisten, wie das Recht auf Rede, auf Versammlung, auf Vereinigung inklusive des Rechts auf Streik und Demonstration. Er wird dieses Recht der Massen gewährleisten, ihre Kontrolle über die Staatsmacht auszuüben, und jeder Versuchung widerstehen dieses Recht zu beschneiden.

(xx) Er wird einen gerechten juristischen Prozess und ein gerechtes juristisches System einführen, mit dem Ziel alle auf der Basis einer fortschrittlichen, demokratischen und menschenorientierten Anschauung zu verbessern.

(xxi) Er wird die Menschen für die Verteidigung des Landes bewaffnen. Er wird die Familien der Märtyrer und die Soldaten der PLA entsprechend ihrer Bedarfe wieder ansiedeln und ihnen Land geben.

(xxii) Er wird den körperlich und geistig Behinderten, den Alten und Waisen, Eunuchen und allen anderen, die an Behinderungen leiden, angemessene ökonomische und soziale Sicherheit und eine gesunde soziokulturelle Umwelt bieten. Er wird auch ein massenorientiertes medizinisches System einführen, das gute Gesundheit und freie Behandlung für alle sichert, insbesondere für Arbeiter und Bauern und andere arbeitende Menschen.

(xxiii) Dieser Staat wird sein Bestes geben, um friedlich und fair Grenz-, Wasser und andere Konflikte mit benachbarten Ländern beizulegen, und wird freundliche Beziehungen zu ihnen entwickeln. Dieser Staat wird niemals irgendein expansionistisches Verhalten gegen die benachbarten Länder anwenden.

(xxiv) Dieser Staat wird den fünf Prinzipien in seinen Beziehungen mit den Ländern folgen, die andere soziale Systeme haben – gegenseitiger Respekt für territoriale Integrität und Souveränität; gegenseitige Nicht-Aggression; Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten des anderen; Gleichheit und gegenseitiger Nutzen; und friedliche Koexistenz.

(xxv) Der Demokratische Staat des Volkes wird eine Einheit mit dem internationalen Proletariat und den unterdrückten Nationen der Welt schaffen; und sich imperialistischem Krieg, Terror, imperialistischer Aggression, Subversion, Einmischung etc. entgegenstellen. Er wird den revolutionären Kämpfen und dem revolutionären Krieg helfen und ihn unterstützen, insbesondere den laufenden Kämpfen unter der Führung verschiedener maoistischer Kräfte gegen Kapitalismus, Imperialismus und Reaktion überall auf der Welt. Nach dem Sieg der Revolution wird das Neue Demokratische, und später, Sozialistische Indien als eine Basis agieren, um den Sieg der sozialistischen Weltrevolution zu erleichtern. Es wird sich eng mit den revolutionären und maoistischen Kräften und ihren Kämpfen vor allem in Südasien zusammenschließen, die historischen Beziehungen Indiens mit den Menschen auf dem Subkontinent im Blick haltend.

35. Unsere Partei legt das Programm der Neuen Demokratischen Revolution Indiens den Menschen vor und widmet sich selbst dieser großen revolutionären Sache. Sie setzt sich selbst die Aufgabe, Sozialismus zu erreichen. Unser ultimatives Ziel ist Kommunismus. Nach der Demokratischen Revolution des Volkes werden die Produktionsbeziehungen Schritt für Schritt revolutioniert, während des Prozesses die Klassenunterschiede zwischen Ausbeuter und den Ausgebeuteten zu beseitigen. Die Partei wird die Anstrengungen fortführen, die brahmanische Ideologie, Kastenunterdrückung und Diskriminierung auszurotten, indem sie eine wissenschaftliche sozialistische Anschauung befördert. Sie wird sich weiterhin vorwärts bewegen, indem sie die Revolution unter der Diktatur des Proletariats fortführt und damit die sozialistische Gesellschaft weiter als starkes Basisgebiet für die proletarische Weltrevolution konsolidiert. Der sozialistische Staat wird die Diktatur des Proletariats sein, welche die Demokratie für die riesige Mehrheit der Menschen garantiert, während sie Diktatur über die Handvoll Ausbeuter ausübt. Es wird Klassen geben, Klassenwidersprüche und Klassenkämpfe sogar in der sozialistischen Gesellschaft, in Übereinstimmung mit den Prinzipien des Marxismus-Leninismus-Maoismus von ununterbrochener Fortführung der Revolution unter der Diktatur des Proletariats. Die Partei wird damit fortfahren, die proletarische Kulturrevolution voran zu treiben und dadurch jeden Versuch des Imperialismus, modernen Revisionismus und kapitalistischer Abweichler, den Kapitalismus zu restaurieren, bekämpfen und besiegen. Durch diesen Prozess wird sie den Kampf gegen jegliche Missbildungen fortführen, die sich ins sozialistische System einschleppen, insbesondere gegen Bürokratie, und wird dadurch weiterhin gewährleisten, dass die Menschen am Staat teilhaben und weder vom sozialistischen Staat noch von der proletarischen Partei entfremdet werden. Sie wird verbleibende Ungleichheiten kreativ eliminieren müssen und die Widersprüche auflösen, die innerhalb sozialistischer Gesellschaft existieren und, innerhalb dieses Prozesses, sich auf die Eliminierung der Klassengesellschaft zubewegen und, dadurch, auf das Dahinschwinden des Staates, d.h. in Richtung Kommunismus auf globaler Ebene.

Die Partei verspricht, ihre Pflicht zu erfüllen, dem endlosen Elend und Leiden von Abermillionen unseres geliebten Volkes ein Ende zu machen, indem sie die demokratische Revolution des Volkes vollendet. Weiterhin verspricht sie, der Klassenlinie und Massenlinie in jeder Hinsicht zu folgen und immer wachsam zu sein gegenüber den Verschwörungen und ruchlosen Intrigen der Imperialisten und modernen Revisionisten, und vorwärts zu marschieren zur endgültigen Abschaffung von Ausbeutung und Unterdrückung durch die Fortführung der Revolution unter der Diktatur des Proletariats, und vorwärts zu marschieren zum Sozialismus und dann zum Kommunismus auf globaler Ebene.

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