Jonathan Baud freigelassen!

Der  unter fadenscheinigen Vorwänden festgenommene Schweizer Jonathan Baud wurde am vergangenen Donnerstag freigelassen. Nach der Festnahme Bauds am 27. Juli kam es zu einer internationalen Kampagne um seine bedingungslose Freilassung zu erwirken. Wir begrüßen diese Entwicklungen und verurteilen die Praxis des indischen Staates, fortschrittliche Interlektuelle (ob indisch oder aus dem Ausland) unter konstruierten Vorwürfen festzunehmen. Für seine Freilassung musste sich der zu unrecht Angeklagte dazu verpflichten, auf Abruf für den indischen Staat verfügbar zu sein, eine Kaution hinterlegen und sein Reisepass wurde eingezogen. Dies ist nur eine weitere Schikane die dem Studenten vom indischen Staat in den Weg geworfen wird.

Für weitere Hintergründe zur Verhaftung haben wir den Appell an die internationale Gemeinschaft vom Komitee für die Freilassung von politischen Gefangenen übersetzt. Dieser ist auf Englisch z.B. auf den Seiten des International Committee to Support the People’s War in India zu finden.

MN Ravunni, Vizepresident des Komitees für die Freilassung der politischen Gefangenen (Kerala, Indien) fordert die bedingungslose Freilassung des Schweizer Staatsbürgers Jonathan Baud aus der Haft der Polizei in Kerala


Die Festnahme des mit einem Touristenvisum nach Kerala gekommenen Schweizer Staatsbürgers Jonathan Baud unter fadenscheiniger Begründung durch die Polizei Keralas ist höchst diskriminierend und mit Hintergedanken. Um die Festnahme im Nachhinein zu rechtfertigen, erfindet die gleiche Polizei Keralas Zeitungsenten, dass Jonathan Verbindungen mit Maoisten hat und ins Land kam um an der von Maoisten organisierten Gedenkveranstaltung teilzunehmen um dem maoistischen Guerillakämpfer Sinoj Respekt zu zollen, der bei einer versehentlichen Explosion, die am 16. Juni erfolgte, zum Märtyrer wurde. Die Polizei behauptete auch, dass Jonathan sich direkt an die Versammlung gewandt hat und daher das Ausländergesetz verletzt hat. Die Polizei hat ein Verfahren gegen ihn aufgenommen und ihn in das Kerkerloch namens Iringalakkuda Bezirksgefängnis, Thrissur Bezirk, Kerala eingesperrt. Ich war der Vorsitzende des Sinoj Gedenkkomitees, dass das Treffen organisierte und war ein Hauptredner.

Als Vorsitzender möchte ich sagen, dass Jonathan weder ein Eingeladener noch ein Redner des Treffens war. Und er nahm nicht in der Form an dem Treffen teil, wie die Polizei mit ihrer bösen Darstellung zu schildern versuchte. Laut Jonathan kam er nur aus Neugier zu dem Treffen, da er eine nachsichtige linke Person ist. Er bekam die Information zur Sitzung aus einer englischen Tageszeitung. Er hörte sich die Reden auf dem Treffen bis zum Ende an. In der Zwischenzeit kaufte er auch einige englische Handbücher. Als das Treffen formell beendet wurde wandte sich Jonathan von sich aus an die Organisatoren und äußerte den Wunsch sich dem Publikum vorzustellen, welches anfing sich zu zerstreuen. Aus der gleichen Neugier stimmte ich als Vorsitzender seinem Ersuchen zu. Er stellte sich vor und brachte auch zum Ausdruck, dass er unsere Trauer, verursacht durch Sinojs Martyrium, teilt.

Es war nur eine informelle Rede wie sie jeder Humanist aus jeder Ecke der Welt zum Ausdruck bringen kann. Die Polizei und der Staat, der angeklagt ist, den italienischen Marinesoldaten, welche das internationale Seerecht sowie das indische Gesetze verletzt und zwei Fischer erschossen haben, eine V.I.P.-Behandlung zukommen zu lassen, verfolgt jetzt einen anderen Ansatz um seine beschränkten politischen Ziele zu erreichen.

Es ist bedauerlich.

Und ich / wir bedauern das unglückliche Schicksal das Jonathan zutraf, obwohl vom Staat erzeugt, und fordern die fortschrittlichen und demokratischen Kräfte und Persönlichkeiten der internationalen Gemeinschaft auf in Jonathans Angelegenheit zu intervenieren und Druck auf die Regierung Indiens / Keralas auszuüben und für seine bedingungslose Entlassung aus dem Gefängnis zu sorgen.


M.N Ravunni
Vizepräsident, Komitee für die Freilassung der politischen Gefangenen
Kerala, Indien 09249713184

 

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