Rede des Bündnis gegen imperialistische Aggression auf dem internationalen Treffen zur Unterstützung des Volkskriegs in Indien am 27. September

Als Bündnis gegen imperialistische Aggression haben wir uns an dem internationalen Treffen zur Unterstützung des Volkskriegs in Indien am 27. September beteiligt und folgenden Redebeitrag dort gehalten. Wir veröffentlichen an dieser Stelle mehrere Übersetzungen der gehaltenen Rede als PDF und die deutsche Version zusätzlich am Ende des Blog-Posts.

Deutsch: BGIA- 27. September – Deutsch

Englisch: BGIA – 27. September – Englisch

Türkisch: BGIA – 27. September – Türkisch

Spanisch: BGIA – 27. September – Spanisch

Französisch: BIGA – 27. September – Französisch

Rede des Bündnis gegen imperialistische Aggression auf dem internationalen Treffen zur Unterstützung des Volkskriegs in Indien am 27. September

Genossinnen und Genossen,
Freundinnen und Freunde,

im Namen des Bündnis gegen imperialistische Aggression wollen wir unsere wärmsten revolutionären Grüße an alle Kämpfenden der Volksbefreiungsbewegungen auf der Welt, an die Massen, die sich gegen ihre Ausbeutung und Unterdrückung durch den Imperialismus zur Wehr setzen, sowie an alle Teilnehmer dieses Treffens ausdrücken. Von ganzem Herzen grüßen wie die Führer und Mitglieder der Kommunistischen Partei Indiens (Maoisten), die Kämpfer der Volksbefreiungsguerilla Armee und die Menschen der Neuen Macht. Sie sind für alle Kommunisten, Revolutionäre, Antiimperialisten und progressiven Menschen auf der Welt ein Leuchtfeuer und eine Quelle von Zuversicht.

Durch ihr zehnjähriges Bestehen, seit der Vereinigung des Maoistischen Kommunistischen Zentrums und der Kommunistischen Partei Indiens ML (Volkskrieg) und durch die Führung des Volkskriegs hält die KPI(Maoisten) trotz aller Angriffe seitens der Reaktion, das rote Banner der Neudemokratischen Revolution hoch erhoben und dient als Beispiel und Inspiration für alle Genossen weltweit ihre Aufgaben anzupacken und zu erledigen. Ihr Kampf gegen bürokratischen Kapitalismus, der Halb-Kolonialität und Halb-Feudalität ist eine der größten Massenkämpfe, die die Welt jemals gesehen hat.

In den allergrößten Teilen der Erde, sei es nun in Indien, Peru, Brasilien, den Philippinen oder der Türkei, läßt der Imperialismus die Völker in den unterdrückten Ländern durch den bürokratischen Kapitalismus ausbluten, plündert ihre Reichtümer und zerstört ihre Lebensgrundlagen. Die Aggressionskriege gegen den Irak und Afghanistan, sowie der schleichende Völkermord an dem Volke Palästinas, sind deutlicher Ausdruck davon und Produkte der sich immer weiter zuspitzenden Krise des Imperialismus. Die Imperialisten werden und können niemals damit aufhören immer neue Kriege anzufangen, um ihren unersättlichen Hunger zu befriedigen und es bleibt an den Völkern der Welt ihrem Treiben ein für alle mal ein Ende zu setzten. Er hat die Welt zu einer Hölle für die Arbeiterklasse und vor allem die Völker der Welt verwandelt und tut dies immer weiter in dem er weiter seine Krisenlasten auf sie abwälzt.

Wir verurteilen die Völkermord-Politik der Zionisten, ihre Massaker und ihre US-imperialistischen Herren, und wiederholen unsere Solidarität mit dem heldenhaften Widerstand des palästinensischen Volkes. Der Zionismus als Brückenkopf und Kettenhund des US-Imperialismus in der arabischen Welt verdient sich durch die jahrzehntelange Verteibungs- und Ausrottungsstrategie und die jüngsten Gräueltaten gegenüber dem palästinensischen Volk die Abscheu der Völker der Welt und wir sehnen uns alle nach dem Tag an dem ihnen die Rechnung präsentiert werden wird. Wir verurteilen auch die imperialistische Aggression gegen das ukrainische Volk und die mordenden Faschisten-Banden, und wir erklären unsere Solidarität mit dem antifaschistischen Kampf der Massen vor Ort.

Offensichtlich ist: Dieser Widerspruch zwischen Imperialismus und unterdrückten Nationen, ist weit davon entfernt sich abzuschwächen sondern, im Gegenteil, verschärft sich zusehends. Doch der zunehmende Druck des Imperialismus auf die unterdrückten Nationen, bringt auch eine quantitative und qualitative Entwicklung mit sich und führt in großen Teilen der Erde zum Aufflammen von Massenkämpfen und der Entwicklung antiimperialistischer Organisationen, Parteien und Bewegungen. Sie sind von äußerstem Gewicht für die Zerschlagung des Imperialismus, ist es doch so, dass die Massen die Geschichte machen und die absolute Mehrheit dieser Massen, in den unterdrückten Nationen lebt.

Neben diesem Widerspruch, dem Hauptwiederspruch auf Weltniveau, ist auch der Dynamik des Widerspruchs zwischen Proletariat und Bourgeoisie, sowie des innerimperialistische Widerspruchs Aufmerksamkeit zu widmen, um die Grundlage für eine endgültige Zerschlagung des Imperialismus im Weltmaßstab erreichen zu können. Nur durch das Zusammenkommen der demokratischen und der sozialistischen Revolution ist es möglich die Reaktion und den Imperialismus von Antlitz der Erde hinwegzufegen. Wir halten daran fest, dass die Revolution in den imperialistischen Ländern möglich ist und sie eine historische Notwendigkeit ist, deren Entwicklung durch die Kämpfe in den unterdrückten Ländern weiter begünstigt wird.

Die Völker der Welt müssen sich im gemeinsamen Kampf mit den antiimperialistischen Kräften und dem internationalen Proletariat im Kampf gegen ihre Versklavung vereinen. Ihr Hass gegen die vom Imperialismus erzeugte Ausbeutung und Unterdrückung einigt sie und lässt die Bedingungen für die Revolution in jedem einzelnen Land und auf Weltniveau heranreifen. Diese Front muss unter der Losung „Proletarier aller Länder und Völker der Welt vereinigt euch“ verstärkt werden. Das schafft die Grundlage für eine weitere Untergrabung des Imperialismus. Die von den kommunistischen Kräften geführten Volkskriege sind in dieser Auseinandersetzung die Vorreiter auf dem Weg zur neuen Ordnung, der Ordnung der heute geknechteten, erniedrigten, unterdrückten und ausgebeuteten Massen. Die Vereinigung der Volkskriege, der verschiedenen bewaffneten revolutionären Kämpfe und der Kämpfe für nationale Befreiung, in einem einzigen Feuersturm des antiimperialistischen Krieges, wird die imperialistische Herrschaft zerbrechen und den Weg für eine leuchtende Zukunft der Menschheit ebnen.

Betrachten wir die Situation in Indien, so sehen wir den kontinuierlichen Kampf der Massen im Volkskrieg, der sich auch unter den härtesten Schlägen der Reaktion und trotz temporärer Rückschläge entwickelt. An seiner Spitze steht die Kommunistische Partei Indiens (Maoisten) und nimmt auf Grundlage einer gerechtfertigten ideologischen und politischen Linie seine führende Aufgabe wahr. Sie stählt die Massen in der revolutionären Gewalt, ist sich der Notwendigkeit der Zerschlagung der Kapitulation in Form von sog. „Friedensabkommen“ bewusst und schafft es in ihrer Propaganda und Agitation die großen Widersprüche in den indischen Massen zu überwinden. Nur durch ihre richtige Handhabung von wichtigen Fragen in Zusammenhang mit Kasten, Religion, Kultur und Nationalitäten ist sie in der Lage ihre Aufgabe als führende Kraft des Volkskrieges wahrzunehmen. Die enge Verbindung mit den tiefsten und breitesten Massen, mit den meisten Ausgebeuteten und Unterdrückten, die Propagierung und Nutzung revolutionärer Gewalt, sowie die ideologische Grundlage der Partei sind die Grundlage, um jede Form des Opportunismus bekämpfen zu können und die Schufte der Reaktion, sowie ihre Lakaien zu denunzieren und angreifen zu können.

Als Teil der weltweiten antiimperialistischen Bewegung stehen wir Seite an Seite mit den Genossen in Indien und begreifen den in Indien geführten Kampf gegen den Imperialismus als Teil des weltweiten Kampfes gegen den Imperialismus auf dem Weg zur Weltrevolution und damit als Teil unseres eigenen Kampfes.
Auf der Indienkonferenz 2012 sagten wir damals:

„Antiimperialismus ist Kampf, auf allen Ebenen und mit allen Mitteln, um das blutigste System, welche die Menschheit jemals gesehen hat, zu begraben, um Jahrtausenden von Ausbeutung und Unterdrückung ein Ende zu machen. Deswegen haben wir die Pflicht gegenüber uns selbst uns gegenseitig in allen Aspekten zu unterstützen. Das ist keine Frage Jemandem hinter her zu laufen und auch nicht eine Frage eine kleingeistige und pedantische Haltung einzunehmen, sondern eine Frage der wahrhaftigen Vereinigung von Kombattanten“

Wir denken, dass dies heute immer noch so wahr ist, wie damals und eine wichtige Grundlage eines wahrhaften proletarischen Internationalismus ist. Es unterstreicht die Notwendigkeit die gemeinsame Front des Antiimperialismus durch die Vertiefung der gemeinsamen Verbindung zu stärken. Der entschlossene Kampf der indischen Genossen und ihre tiefe Verbindung mit den Massen ist für uns ein Beispiel und hilft uns in der Organisierung antiimperialistischer Kräfte. Nur die Verbindung mit den Massen kann die Bedingungen schaffen auf der sich erfolgreiche Kämpfe und der finale Sieg entwickeln. Der Maßstab für die Wahrheit, d.h. für die Richtigkeit unserer Arbeit, ist die Praxis, nichts anderes. Die Kampagne zur Unterstützung des VK in Indien sollte ihren Massencharakter verstärken, um die erfolgreiche Arbeit fortzusetzen und zu neuen Höhen zu bringen. Lasst uns gemeinsam unsere Anstrengung dazu verstärken.

Genossen, Freunde:

Vorwärts im antiimperialistischen Kampf!
Sieg dem Volkskrieg in Indien!
Proletarier aller Länder und Völker der Welt, vereinigt euch!

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