Aktuelles Interview zur Agitation in Indien

Im Folgenden veröffentlichen wir eine Übersetzung des von der Times of India geführten Interviews mit einem verantwortlichen Genossen in der Grenzregion bei Andhra und Odisha.

„Die Maoisten werden damit weitermachen gegen den Abbau von Bauxit zu Kämpfen“

In einer Zeit in der die KPI Maoisten sich darauf vorbereiten ihre Bewegung in der Andhra-Odisha-Grenzregion zu stärken, sagt  Andhra-Odisha-Grenzregion-Sonderzonenkomiteeverantwortlicher Ramchandra Reddy alias Chalapati, dass die Zunahme der Probleme des Volkes der  maoistischen Bewegung den dringend benötigten Sauerstoff gibt. Während er anerkennt, dass die Bewegung mit der zunehmenden Präsenz der Sicherheitskräfte in eine Ecke gedrängt wurde, hofft Chalapati das die Partei wieder ihre Stärke erreichen wird um den schweren Aufgaben zu begegnen. Er sagt, dass in der Attitüde und dem Verhalten der Landesregierung eine Veränderung stattgefunden hat. Die Maoisten, sagt er, betreiben Anstrengungen den verlorenen Ruhm wieder gut zu machen. In einem Interview mit Siva G von der Times of India, spricht Chalapati über verschiedene Sachverhalte wie die Kaffee- und Bauxit-Agitationen und die maoistische Bewegung in der  Andhra-Odisha-Grenzregion.

Es gibt Gerede das die Maoisten das Vertrauen des Volkes verloren hätten auf Grund ihrer diktatorischen Attitüde. Stimmen Sie dem zu?

Die Maoistische Partei würde nicht existieren hätte sie das Vertrauen des Volkes verloren. Das Vertrauen des Volkes hilft der KPI Maoisten die Bewegung weiter zu tragen. Der Fakt das wir hier sitzen ohne jegliche Angst vor den Sicherheitskräften zeigt, das das Volk uns unterstützt. Der Einfluss der CPI Maoisten auf das Volk war nicht wie erwartet. Das liegt daran, das die Sicherheitskräfte uns seit 2006 runter drücken. Wie dem auch sei, trotz einigen Rückschlägen und der andauernden Unterdrückung durch den Staat der die Partei entgegentreten musste, hat sie überlebt weil wir mit dem Volk sind und für dieses kämpfen.

Denken Sie das die Repression heute stärker ist als in den späten 1990ern?

Ja, definitiv. Die Repression während der späten 1990ern war massiv. Heute ist sie noch heftiger. Jedoch können wir die aktuelle Repression nicht mit der der späten 1990er und frühen 2000er vergleichen. Dennoch, auch die Landesregierung ist beim Kampf gegen die Maoisten Schwierigkeiten begegnet.

Die Naxaliten-Bewegung hat den Halt in Ihren Hochburggebieten und der  Andhra-Odisha-Grenzregion verloren. Stimmen Sie dem zu?

Die aktuelle Bewegung ist schweren Rückschlägen begegnet. Die gesamte Andhra-Pradesh-Bewegung war betroffen und die bewaffneten Gruppen sind verschwunden. Die Bewegung wurde in eine Ecke getrieben. Aber der Sieg wird abhängen von den Stärken und Schwächen beider Parteien. Auch wenn du die Unterstützung des Volkes hast und mit aller Ernsthaftigkeit kämpfst, mag es vorkommen das du Schlachten verlierst. Das ist genau die Situation in Andhra-Pradesh. Das bedeutet jedoch nicht, das unsere Strategien falsch sind oder wir zu wenig Kraft hätten. Nach dem Balimena-Vorfall bei dem ein Boot, welches anti-naxalistische Polzei und Greyhound-Kommandos transportierte, versenkt und 38 Polizei- und Armeeangehörige getötet wurden, hat die Polizei die Direktion seit fast sechs Monaten nicht mehr betreten.  Bis heute fürchten die Sicherheitskräfte das Betreten eines Bootes und das Nutzen der Wasserroute.

Warum hat die Partei den Halt in der Direktion verloren?

Es gab in der Vergangenheit Wendepunkte und Durchbrüche und die wird es auch in Zukunft geben. Selbst in Dandakaranya gab es Angriffe bis zum Mukaram-Vorfall. Nach diesem gab es bis heute keine Angriffe mehr, abgesehen von einigen kleineren Vorfällen. Die Andhra-Odisha-Grenzregion wird ihren eigenen Durchbruch haben und es wird zu Vorfällen kommen.

Begegnen die Maoisten nicht nur in Andhra-Pradesh sondern auch in Odisha einer schweren Aufgabe?

Von 2006 bis 2010 hatten wir zahlreiche Siege in Tellarai, Paluru und Janniguda in Odisha. Selbst das Verhalten und die Attitüde der Sicherheitskräfte in Odisha hat sich geändert. Die Regierung hat ihren Fokus wie in Andhra-Pradesh geändert und dadurch Stärke erlangt. Unsere Partei sollte sich auch schmieden und seine Position festigen um der Situation zu begegnen.

Wie hat die Partei sich selbst am Leben erhalten unter der heftigen Unterdrückung und wie erreicht sie die Öffentlichkeit?

Das Zentrale Regionalbüro der Partei ist mit einem Dokument herausgekommen. Es sagt das die Revolution in Indien einer schweren Aufgabe gegenüber steht. Es hat über die Rekonstitution der Partei, die politische Situation und darüber geschrieben, wie man diese Probleme überwindet. Darauf basierend haben wir unsere Kader geschmiedet um unsere Partei zu stärken. Unsere Partei ist seit den letzten 40 Jahren am kämpfen zugunsten des Volkes. Nichts desto trotz gibt es selbst jetzt Raum sich auszubreiten und zu neuen Höhen aufzusteigen.

Denken Sie das die Naxaliten-Bewegung überleben wird?

Die Partei hat die Stärke sich von den Verlusten zu erholen und das Zentralkomitee wird das umsetzen. Es gibt einige Schwierigkeiten. Trotz den Regierungsanstrengungen die Partei runter zudrücken, werden die Maoisten weiter an Stärke gewinnen bis die Probleme des Volkes gelöst sind. Wir werden aus unseren Fehlern lernen und die Partei entwickeln. Wenn du mit dem Volk bist, werden wir dich beschützten. Dies ist eine harte Periode für uns. Aber wir glauben, dass wenn wir unsere Hürden überwinden können, wir zu einer Kraft werden, mit der gerechnet werden muss.

Denken Sie, dass die gegenwärtig ungeschulten bewaffneten Kader stark genug sind die Bewegung vorwärts zu bringen?

Es gibt keine Beschränkungen bei der Rekrutierung. Die Rekrutierung läuft nach wie vor voran. Unsere Bemühungen sind an einigen Orten, wo wir eine starke Präsenz haben, etwas runter geschraubt worden. Aber wir arbeiten an dem Aspekt. Studentenrekrutierung hat durch die Telanaga-Bewegung stattgefunden und der Prozess läuft nach wir vor. Viele Kader arbeiten verdeckt.

Warum hat die Partei versagt eine effektive, aus der zweiten Reihe nachrückende Führung heranzubilden? Warum ist sie so abhängig von den Führern der alten Generation?

Das ist nicht richtig. Die Partei hat effiziente Kader zu Führern geschmiedet. Die Ebene vom Dorf-Level zum Zentralkomitee ist nicht beschädigt. Der Fluss des Austausches ist auch da und erst vor kurzen wurden neue Leute in das Zentralkomitee eingeführt. Wir müssen Maßnahmen ergreifen um diesen Strom zu beschleunigen.

Was ist mit den Kaffee-und Bauxit-Agitationen? Die Partei hatte die Kaffee-Agitation angefangen und es scheint als wäre sie verpufft?

Wir haben in der Kaffee-Agitation keine zurücklehnende Haltung eingenommen. Unsere Partei arbeitet immer noch daran und die Andhra Pradesh Waldentwicklungs-Gesellschaft, Ltd-Behörden haben Angst sich von ihren Grundstücken zu wagen. Ministerpräsident N Chandrababu Naidu hat das Volke in der Frage des Bauxitabbaus getäuscht. Jeder weiß das. Das Volk selbst fängt mit der Agitation an. Wir werden die Agitationen des Volkes unterstützen. Wir können unsere Pläne nicht preisgeben, aber wir haben unsere eigene Strategie um den Kampf des Volkes in der Frage des Bauxits zu unterstützten.

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